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Servus beinand,

die Sydowia bietet immer wieder Artikel als open access an. In der aktuellen Sydowia 70 findet man einen Artikel über Pluteus fenzlii. Dieser Dachpilz ist einfach nur wunderschön - der gelbe Hut, das gelbe Velum (!)...
In dem Artikel werden die Verbreitung, die Ökologie, Anatomie und die phylogenetische Position dieser spannenden Art ausführlich dargestellt. Zudem gibt es tolle Fotos dieser Art zu bewundern. Kurz gesagt: lesenswert!

Ihr findet den Artikel zum freien Lesen hier.

Das Zitat des Artikels lautet:

Holec J., Kunca V., Ševcíková H., Dima B., Kríž M. & Kucera M. (2018 "2017"): Pluteus fenzlii  (Agaricales, Pluteaceae) – taxonomy, ecology and distribution of a rare and iconic species. – Sydowia 70: 11–26.  DOI 10.12905/0380.sydowia70-2018-0011

(nicht alle Sonderzeichen der Autorennamen werden korrekt dargestellt, aber die meisten ^^)

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen (lohnt sich!),
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Junipilze 18
« Letzter Beitrag von Beorn am 28. Juni 2018, 18:19 »
Hallo, Rudi!

Hm, wenn er denn Setae hat (egal wie die aussehen), ist es nicht punctatus.
Aber was es dann sein mag, da bin ich überfragt. Vielleicht eine komisch gewachsenes Exemplar einer Art, oder sogar ein "Fremdgänger", also der eigentlich an anderes Substrat gehört.

Deine Schwarzhütigen sollten dringend den Frisör wechseln, übrigens.  :D


LG, Pablo.
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Junipilze 18
« Letzter Beitrag von Rudi am 27. Juni 2018, 22:16 »
Servus Pablo,

nö, so deutlich pileat hab ich punctatus auch noch nie gesehen.
Inzwischen hab ich doch noch ein paar Setae gefunden, aber ziemlich mickerige, so etwa wie Haifischzähne...
Na gut, der Blutsee macht heute gute Miene zum bösen Spiel und hängt noch was an.

LG Rudi
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Expertenforum Mykologie / Re: Kartierungswochenende der BMG und des VfP München
« Letzter Beitrag von Christoph am 26. Juni 2018, 23:19 »
Servus beinand,

ich bin selbst auch noch hinsichtlich der Fotos etwas im Rückstand - Schuljahresendrallye - bald sind Ferien...

Jedenfalls liefere ich noch Fotos aus Rothschwaig nach.

Zunächst ein Corti, der sehr häufig ist, Phanerochaete sordida:



Klar, ohne Mikromerkmale sind Cortifotos meist nicht sehr aussagekräftig, aber man sieht, dass es eine Art ist, die große, kräftige Fruchtkörper bildet, die sich deutlich creme-gelb, später bis ins ockerliche, einfärben. Am Rand kann man Faserbüschel / Rhizomorphen erkennen. Phaenrochaete sordida ist vermutlich ein kleines Aggregat oder recht variabel. Die Gattung ist nicht allzu groß, die Bestimmung fällt oft recht leicht.

Als zweites einen Fund, der den ganzen Tag schon lohnenswert machte: ein Coprinellus. Klar sichtlich ist das Velum universale, das am Hut deutlich ocker ist. Dem Pilzchen fehlen aber Pileozystiden, Pleurozystiden und Schnallen! Cheilozystiden habe ich auch nicht gefunden, aber die Lamellen waren teils schon autolytisch und ich musste mich beeilen. Das Foto stammt ja noch aus dem Gelände. Keine Schnallen, keine Zystiden, bei Coprinellus? Sollte leicht bestimmbar sein...





Mit dem Schlüssel von Andreas Melzer - http://www.vielepilze.de/coprinus/copkey/ecopkey.pdf - kommt man in die Sektion Domestici und hier recht schnell auf Coprinellus deminutus. Das einzige Problem: unser Pilz ist zu groß... der Rest passt aber sehr gut. Daher bleibt es erstmal bei einem cf.: Coprinellus cf. deminutus.


Die dritte Art, die ich zeige, ist wohl nicht sooo selten, obwohl ich sie nicht so oft zu sehen bekomme. Vermutlich wird sie auch oft als normaler Waldfreundrübling misserkannt. Der Stiel zeigt leichte Gelbtöne, die Lamellen zeigen eine schwache bis sehr deutliche, zitronengelbe Färbung, der Hut ist typischerweise dunkel rötlichbraun und die Cheilozystiden unterscheiden sich von Gymnopus dryophilus und von Gymnopus aquosus. Wenn man aber auf dei Gelbtöne achtet, kann man die Art ganz gut makroskopisch festnageln, wie ich finde. Insofern ist das hier Gymnopus ocior:





Soweit erstmal, weitere Fotos folgen - auch mir zugeschickte,

liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Der Flammulina-Thread
« Letzter Beitrag von Christoph am 25. Juni 2018, 23:28 »
Servus Thorben,

ich hab's  :) - durch die Umstellung der Forensoftware waren ja die Bildlinks der Altbeiträge nicht mehr gültig. Die Bildadressen wurden geändert. Das heißt, ich muss nur die richtigen Bildadressen rüberkopieren und hier die Links so aktualisieren.

Ich mache das demnächst - bin gerade beruflich stark eingespannt. Dann sind die Bilder auch hier wieder online  ;)

Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: wer findet zuerst Flammulina finlandica bei uns? Vermutlich muss man ins Gebirge, wo's finnisch kalt ist.
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Expertenforum Mykologie / Re: Crepidotus malachius
« Letzter Beitrag von Christoph am 25. Juni 2018, 19:48 »
Liebe Renate

Zitat
Die AMIS (Arbeitgemeinschaft Mykologie Inn-Salzach) hat daran teilgenommen. Und so sind wir zu fünft in den Dachlleiten auf der Suche nach Pilzen gewesen.

da haben wir's ja!  ;D Ich kenne die Dachlleiten ja selbst recht gut. Das Gebiet ist einfach toll - und ein sehr wertvolles NSG. Da ist dann klar, warum man eine so besondere Art aufgreift. Ich habe schon viele Crepidoten angesehen, aber noch nie Crepidotus malachius in der Hand gehabt.

Geniale Habitate - geniale Pilze! Ein Grund mehr, dass das Gebiet geschützt werden soll.

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Crepidotus malachius
« Letzter Beitrag von Christoph am 25. Juni 2018, 19:46 »
Servus Joseph

Zitat
Was die TaxRef, die für MykIS und www.pilze-deutschland.de verwendet wird, an Arten etc. umfasst und wie diese als Synonyme, Varietäten etc. zueinander stehen, kann auch aus pilze-deutschland.de ersehen werden. Wenn Du dort eine Verbreitungskarte einer gültigen Art ("gültig" im Sinne der aktuellsten TaxRef) aufrufst, gibt's dazu links neben der Karte auch die Liste der mit in der Karte dargestellten Taxa. Hier z.B. http://www.pilze-deutschland.de/organismen/crepidotus-applanatus-pers-p-kumm-1871-1 für die aktuelle Diskussion zu applanatus//malachius.

genau das meinte ich ja. Crepidotus malachius wird hier als Synonym geführt. Früher war es eben so, dass man dann Funde nur unter dem Namen eintragen kann, der aktuell als richtig anerkannt wird.

Versuche ich beispielsweise, einen Boletus pachypus zu kartieren, so ging das früher nicht, da man das nur als Boletus calopus bzw. jetzt wohl als Caloboletus pachypus eintragen konnte. Bei Axel Schillings Programm isr bzw. war es auch so, als ich noch dort kartiert hatte.

Wenn du jetzt sagst, dass man aber bei Mykis auch die als Synonym angesehenen Namen eingeben kann und der Datensatz unter dem Namen gespeichert wird und nur in der Darstellung der Datensatz in einer anderen Karte unter anderem Namen als Verbreitungspunkt auftaucht, kann man in der Tat nachträglich trennen. Es besteht natürlich immer noch die Gefahr, dass man dann automatisch den "gültigen" Namen anwendet, weil man der Synonymie vertraut.

Falls das jetzt aber so klappt, wäre das wunderbar. Nichtsdestotrotz würde es sich sehr lohnen, hier - bei Crepidotus - den aktuellen Wissensstand anzuwenden bzw. sich auf die aktuellen Bearbeitungen bei der Synonymzuordnung zu verlassen. Taxref- bzw. Synonymlisten leben von dem Input von Experten.  ;) (und man braucht genug Aktive, die das dann auch in der Datenbank umsetzen - was mir wie gesagt klar ist - aber punktuelle Anpassungen gehen ja schnell)

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Crepidotus malachius
« Letzter Beitrag von Renate am 25. Juni 2018, 18:46 »
Lieber Christoph und lieber Josef,

Da dieser Fund wohl etwas besonderes ist, muß ich die Fundsituation klarstellen.

Der Fund erfolgte im Rahmen des Geotags des BUND Naturschutz Altötting.

Die AMIS (Arbeitgemeinschaft Mykologie Inn-Salzach) hat daran teilgenommen. Und so sind wir zu fünft in den Dachlleiten auf der Suche nach Pilzen gewesen. Wir alle zusammen hatten mehrere verschiedene Crepidotis gefunden.Till Lohmeyer und ich haben jeweils welche mitgenommen zum Mikroskopieren. Das Finden war also Gemeinschaftsarbeit.

Ich habe letzte Woche den Fund (samt Link zu diesem Beitrag) an Till Lohmeyer zum Kartieren gemeldet.

Liebe Grüße

Renate
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Expertenforum Mykologie / Re: Crepidotus malachius
« Letzter Beitrag von Ulysses am 25. Juni 2018, 12:26 »
Hi Christoph,

gerne  :) Solche Funde, wie dieser aktuelle von C. malachius, sind natürlich schon genial!

Bei der Onlinekartierung von A. Schilling weiß ich es nicht, damit hab ich nie gearbeitet...

Was die TaxRef, die für MykIS und www.pilze-deutschland.de verwendet wird, an Arten etc. umfasst und wie diese als Synonyme, Varietäten etc. zueinander stehen, kann auch aus pilze-deutschland.de ersehen werden. Wenn Du dort eine Verbreitungskarte einer gültigen Art ("gültig" im Sinne der aktuellsten TaxRef) aufrufst, gibt's dazu links neben der Karte auch die Liste der mit in der Karte dargestellten Taxa. Hier z.B. http://www.pilze-deutschland.de/organismen/crepidotus-applanatus-pers-p-kumm-1871-1 für die aktuelle Diskussion zu applanatus//malachius.

LG
Josef
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Expertenforum Mykologie / Re: Crepidotus malachius
« Letzter Beitrag von Christoph am 25. Juni 2018, 11:09 »
Servus Josef,

danke für die Klarstellung  :)

Ich nehme an, dass du dich auf die Erfassung über Mykis beziehst? Ich frage deshalb nach, weil ich nicht über Mykis kartiere und daher das nicht weiß. Wenn Crepidotus malachius als Art in der Datenbank geführt wird und man diese auch so eingeben kann, und dann nur für die Ausgabe das mit Crepidotus applanatus zusammengeworfen wird, dann hast du natürlich völlig recht.

Früher wurde die (vermeintliche) Synonymie auf Ebene der Artenliste der Eingabemaske umgesetzt. Wenn das jetzt anders läuft: wunderbar.

Ich habe jetzt nicht bei Axel Schillings Onlinekartierung quergeprüft - kann man da auch unter Crepidotus malachius kartieren? Ich hatte früher dort kartiert und da konnte man bei Synonymie, die festgelegt wurde, nur unter dem aktuell vom System anerkannten die Daten eingeben und konnte nur bei Bemerkungen angeben "ist Art xyz bestimmt, hier nur als zyx kartiert, da der Name xyz nicht eingegeben werden kann" - oder so ähnlich.

Unabhängig davon - die Trennung von Crepidotus malachius und Crepidotus applanatus ist seit ca. 10 Jahren anerkannt und auch genetisch bestätigt worden. Vielleicht kann man ja schon jetzt die Synonymie der beiden Arten bei der Ausgabe aufheben?!
(Ist nicht als Kritik gemeint, sondern als Anregung - wie ich oben schon geschrieben habe - alles eine Sache der Manpower).

Wie auch immer, jetzt haben wir einen aktuellen bayerischen Nachweis von Crepidotus malachius - was mich sehr freut.

Liebe Grüße,
Christoph
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