Neueste Beiträge

Seiten: 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10
51
Plattform für Pilzfreunde / Re: Aprilpilze
« Letzter Beitrag von Christoph am 19. April 2018, 13:16 »
Griass di Rudi,

beim guten Gemörch gebe ich hinsichtlich Artbestimmung mehr oder weniger auf. Irgendwann geht es vielleicht auch ohne Sequenzierung. Hübsch sind sie auch unter einem Sammelnamen.

Den schleierhaften Seitling kenne ich aus meinen Gefilden auch nicht. Gar Seltsames wächst bei dir...  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
52
Servus Pablo,

dass Daedaleopsis confragosa var. tricolor im Alter ausblasst, ist ja klar. Insofern stören mich die blassen FRruchtkörper neben den roten nicht. Junge kenne ich aber nur mit diesem schönen Rotbraun. Ich habe D. septentrionalis ja auch noch nicht bewusst vor Augen gehabt. Ich war zwar schon in Lappland zum Sammeln, habe da aber keine Deadaleopsis gesehen.

Das, was du hier an Buche zeigst, ist für mich natürlich eine typische D. confragosa var. tricolor:



Zitat
Hat man da eigentlich nicht mal Kreuzungstests durchgeführt?

Meines Wissens nur zwischen D. confragosa s.str. und D. septentrionalis. Es kann sein, dass es auch mittlerweile mit D. cofragosa var. tricolor vs. D. confragosa s.str. getestet wurde, mir ist da aber nichts aus der Literatur bekannt. Eigentlich schade, da es nicht sooo aufwändig ist, wenn man ein Labor zur Verfügung hat.

Danke für die Fotosstrecke! Tolle Bilder...

Liebe Grüße,
Christoph
53
Plattform für Pilzfreunde / Re: Aprilpilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 18. April 2018, 17:30 »
Schlauch und Schleier von heute:

beim deliciösen Schlauch bin ich noch nicht sicher, obs nicht um die alte conica geht, gibts nicht-gensequenzierende Unterschiede?
Jedenfalls stehen sie unter Eschen, und etwas weiter(ca ab 10m) entfernt, Kiefern

LG Rudi
54
Hallo, Christoph!

Ja, so richtig klar ist mir die Trennung zwischen tricolor und septentrionalis (hatte ich noch nie in der Hand) auch nicht. Die Färbung der Fruchtkörper soll eine Rolle spielen, allerdings dürfte das mit Vorsicht zu genießen sein, wenn man sich folgenden Fund ansieht:





Substrat ist ein Kirschengehölz (Prunus sp.) in der Nähe des Ehrenfriedhofs Heidelberg.

Daneben sollte D. septentrionalis ein noch dünneres, kleineres Pilzchen sein, und eben wie erwähnt eine kontinental - boreale Art an Birke? Was dann bei Funden im Rhein - Neckar - Gebiet / Heidelberg irgendwie so gar nicht mehr passt.
Ich glaube auch nicht, daß Rotbuche so wirklich in das Substratspektrum von D. septentrieonalis passt, weder in der Umgebung von Offenbach:

Noch in den Hügeln oberhalb von Leimen (BaWü):






Auch Daedaleopsis confragosa (s.str.) habe ich schon an Rotbuche gefunden (wenn auch meist an Weide und Obstbäumen, aber auch an Prunus, Ahorn, Pappel etc.), und wenn die nun halt doch nicht zu trennen sind, dürfte doch die "var. tricolor" ebenfalls an Rotbuche gehen dürfen.

Hat man da eigentlich nicht mal Kreuzungstests durchgeführt?


LG, Pablo.
55
Expertenforum Mykologie / Re: Der Dacrymyces-Thread - alles rund um Gallerttränen
« Letzter Beitrag von Beorn am 18. April 2018, 16:56 »
Hallo!

Um ein Haar... Das sind ja wirkliche Pfifferlingsdoppelgänger, Rudi!  :o
So man denn bedenkt, daß man ja alles mit allem verwechseln kann.

Jedenfalls habe ich den bisher mit solchen Leisten noch nicht gesehen.

Gut nochmal drauf einzugehen, wie sich da die Unterschiede herausarbeiten lassen, denn von "Ditiola" kenne ich ja nur die häufige peziziformis (s.u.). Und was nachher in welche Gattung kommt, daß muss vorerst ja nicht unser Problem sein.


LG, Pablo.
56
BMG e.V. / Re: Link zur BMG
« Letzter Beitrag von Schorsch am 18. April 2018, 14:36 »
Das Symbol links oben suggeriert, dass es direkt zur BMG führt.
Unter "Übersicht" ist ochmal ein Link zur Startseite, dh. es sind 3 Links die zur Startseite führen. Da müsste doch das Symbol, ob links oder rechts mit der BMG zu verlinken sein ;-)
LG Schorsch
57
BMG e.V. / Re: Link zur BMG
« Letzter Beitrag von Christoph am 18. April 2018, 13:33 »
Servus Schorsch,

danke für die neuerliche Anregung. Vielleicht kann man ja in die Menüzeile einen Link auf die Homepage setzen. Ich frage da mal intern unsere Computerspezialisten.

Alfred hatte erklärt, dass im Netz normalerweise ein Logo links oben immer wieder zurück zur Startseite führen sollte - hier also zur Forenübersicht. Was aber nicht bedeutet, dass man nicht anderswo einen Link auf unsere Homepage setzen könnte.

Liebe Grüße,
Christoph
58
Plattform für Pilzfreunde / Re: Enteridium lycoperdon
« Letzter Beitrag von PilzMichi am 17. April 2018, 14:03 »
Servus Michi,

wunderbar, das Bleigrau kommt gut zur Geltung - damit ist Enteridium lycoperdon klar.

Liebe Grüße,
Christoph

Hallo! Genau :)
Ich werde das Ding heute mikroskopieren, vielleicht kann ich ein paar schöne Fotos hier hochladen.
LG Michi
59
BMG e.V. / Link zur BMG
« Letzter Beitrag von Schorsch am 17. April 2018, 13:55 »
Servus,
ich finde es nach wie vor schade, dass es keinen einfachen und schnellen Link vom Forum zur BMG gibt.
Alfred hat es mir zwar erklärt, aber wirklich verstanden hab ich nicht.
Liebe Grüße
Schorsch
60
Hallo zusammen,

als Lebenszeitmitglied der MSA (Amerikanische Mykologische Gesellschaft) bekomme ich immer die neuesten Artikel aus der Mycologia. Am 13. April 2018, also gerade eben, wurde folgender Artikel veröffentlicht:

Jiao Qin, Egon Horak, Flavius Popa, Karl-Heinz Rexer, Gerhard Kost, Fang Li & Zhu L. Yang (2018): Species diversity, distribution patterns, and substrate specificity of Strobilurus, Mycologia, DOI: 10.1080/00275514.2018.1463064

Die Autoren haben alle bekannten Arten der Gattung Strobilurus sequenziert und morphologisch-anatomisch kurz beschrieben. Hierbei zeigte sich, dass Aufsammlungen von Strobilurus an Pinus peuce aus Makedonien eine noch unbeschriebene Art aus Europa darstellen. Die Cystiden sind identisch mit denen von Strobilurus tenacellus, jedoch sind die Sporenformen etwas unterschiedliche (andere Quotienten).

Somit sind in Europa vier Arten, davon drei beschriebene, bekannt. Ich hätte den Schlüssel, den Qin et al. (2018) erstellt haben, auf diese vier Arten eindampfen können, habe abder dennoch den gesamten Schlüssel übersetzt, denn es sind Strobilurus-Artenan Douglasie bekannt. Wer weiß, ob diese Arten zusammen mit ihrem Wirt mittlerweile (oder zukünftig) eingeschleppt wurden/werden? Einen Kompkatschlüssel für Europa habe ich dann noch angefügt, wobei der kaum nötig ist. Die Arten sind zu leicht trennbar - es reichen ja die Pleurocystiden alleine aus - abgesehen von der noch unbeschriebenen Art aus Makedonien. Hier helfen der Wirt (wobei bei so wenigen Kollektionen die Substrattreue noch nicht klar ist) und die Sporenform.

Liebe Grüße,
Christoph

Und hier die Schlüssel (wieder ebenfalls als Word-Dokument, wegen des Layouts)

Weltschlüssel der Gattung Strobilurus

(nach Jiao Qin, Egon Horak, Flavius Popa, Karl-Heinz Rexer, Gerhard Kost, Fang Li & Zhu L. Yang (2018): Species diversity, distribution patterns, and substrate specificity of Strobilurus, Mycologia, DOI: 10.1080/00275514.2018.1463064)

1 Fruchtkörper an den Samenhülsen von Magnolia oder den Früchten des Amberbaums (Gattung Liquidambar) ………………………………………………………………..… Strobilurus conigenoides
1* Fruchtkörper an Koniferenzapfen oder Koniferenholz ………………………………………………….… 2

2(1) Pleurocystiden dickwandig und breit keulenförmig ………………………………………………….…. 3
2* Pleurocystiden dünn- oder dickwandig, nicht breit keulenförmig ………………………………….. 4

3(2) Basidiosporen meist 4,5-6 x 2-3 µm; ostasiatische Art …………….… Strobilurus luchuensis
3* Basidiosporen meist 6-8,5 x 3-4 µm; europäische Art …………… Strobilurus stephanocystis

4(2) Fruchtkörper an Zapfen von Pinus armandii, ostasiatische Arten ……………………………..…. 5
4* Fruchtkörper an Holzresten oder Zapfen von Kiefern oder Fichten; europäische oder nordamerikanische Arten ………………………………………………………………………………………….……….. 6

5(4) Pleurocystiden dünnwandig oder nur wenig dickwandig …………..…. Strobilurus orientalis
5* Pleurocystiden sehr dickwandig ………………………………………..... Strobilurus pachycystidiatus

6(4) Pleurocystiden stumpf endend bis kopfig ……….……….................…………………….……………. 7
6* Pleurocystiden spitz endend ………………………………………………………………………………………… 10

7(6) Basidiosporen 5–7 × 3–4 μm; Europa ............................................. Strobilurus esculentus
7 Basidiosporen kleiner; nordamerikanische Arten …………………………………………………..………… 8

8(7) Pleurocystiden dünnwandig; an unterschiedlichem Substrat unter Koniferen …….………… ………………………..……………………………………………………………………………………… Strobilurus lignitilis
8* Pleurocystiden dickwandig; an Zapfen von Pinus oder Pseudotsuga …………………………...... 9

9(8) Fruchtkörper winzig, Hut nur 1,5-3 mm im Durchmesser; an Pinus- oder Pseudotsuga-Zapfen ……………………………………………………………………………………………… Strobilurus diminutivus
9* Fruchtkörper größer, Hut 5-20 mm Durchmesser; an Pseudotsuga-Zapfen ………………………. ………………………………………………………………………………….………………………… Strobilurus trullisatus

10(6) An Pinus-Zapfen; europäische Arten ………………………………………………..……………………... 11
10* An Fichtenzapfen; Arten aus dem westlichen Nordamerika …………………………………….…. 12

11(10) An Zapfen von Pinus sylvestris, im Frühjahr fruktifizierend; Q = (1,6-)1,7-2,4(-3,00); Qm = 2.07±0.18  ……………………………………………………………………………....... Strobilurus tenacellus
11* An Zapfen von Pinus peuce, im Herbst fruktifizierend; Q =1,7–2,0(–2,1); Qm = 1.85±0.12 ……………………………..……………………………………………………………………………………. Strobilurus spec.
Bem.: bislang aus Makedonien bekannt

12(10) Basidiosporen 4–5,5 × 2,5–3 μm, Hut 3–15 mm im Durchmesser; im Tiefland …………… ... Strobilurus occidentalis
12 Basidiosporen 5,5–8 × 3–5 μm, Hut 15–25 mm im Durchmesser; in subalpinen Habitaten …………..…..  Strobilurus wyomingensis

Strobilurus oshimae, eine ostasiatische Art, die an Zweigen und Ästen von Cryptomeria japonica und Chamaecyparis obtusa wächst, fehlt der wurzelnde Stiel, hat untypischerweise einen kurzen Stiel mit ausladendem Hut (Habitus passt nicht zu Strobilurus) und gehört nach Qin et al. (2018) nicht in die Gattung Strobilurus, was sie auch genetisch gezeigt haben. Daher haben die Autoren Strobilurus oshimae nicht in den Schlüssel integriert.

Kompaktschlüssel für Europa


1 Pleurocystiden dickwandig und breit keulenförmig; an Pinus-Zapfen ……….………………………..
…………………………………………………………………………………………………… Strobilurus stephanocystis
1* Pleurocystiden dünn- oder dickwandig, nicht breit keulenförmig; an Pinus- oder Picea-Zapfen  ……………………………………………………………………………………………………………………………….. 2

2 Pleurocystiden dünnwandig, spitz endend; an Pinus-Zapfen ……………………………………………. 3
2* Pleurocystiden stumpf endend, lageniform bis leicht kopfig; an Picea-Zapfen …………………..
…………………………………………………………………………………………………………… Strobilurus esculentus

3 An Zapfen von Pinus sylvestris, im Frühjahr fruktifizierend; Q = (1,6-)1,7-2,4(-3,00); Qm = 2.07±0.18  …………………………………………………………………….………………....... Strobilurus tenacellus
3* An Zapfen von Pinus peuce, im Herbst fruktifizierend; Q =1,7–2,0(–2,1); Qm = 1.85±0.12 ……………………………..……………………………………………………………………………………. Strobilurus spec.
Seiten: 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10