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Plattform für Pilzfreunde / Aprilpilze aus Südbayern und Tirol
« Letzter Beitrag von Schorsch am Gestern um 18:57 »
Servus aus München,
als Dank für die immer wieder tollen Beiträge von Rudi und damit man nicht denkt, dass es bei uns nichts gibt, ein paar Schwammerl aus meinem Einzugsbereich.
Das Thema Gyromitra wurde schon ausführlich bei
http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1731.0.html behandelt.
Viel Spaß beim Anschauen
Isarschwammerl Schorsch



versteckte Märzschnecklinge

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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 18:43 »
Servus nochmal,

hier aus von Vooren & Moreau (2009: 4) die Vergleichstabelle:



Gyromitra olympiana hat reif (!) ein angedeutet netziges Ornament, also nicht nur Warzen, sondern angedeutete Netzmaschen. Meines Wissens hat Inge Rössl Gyromitra olympiana mehrfach in den Berchtesgadener Alpen gefunden. Sie kann vielleicht genauer Auskunft geben. Ich kann sie gerne bei Gelegenheit fragen (oder @Schorsch: du schreibst sie direkt an).

Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: für diejenigen, die kein Französich kennen:

reticulée = netzig (lateinisch: reticulatus)
lisse = glatt
sublisse = fast glatt, also eigentlich gerade nicht mehr glatt#
rugueuse = rau (lateinisch: rugosus)
verruqueuse = warzig
fortement = stark
finement = schwach, fein

P.P.S.:
Servus Gelbfieber, schön dich hier wieder zu lesen/treffen  :)

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Liebe Naturfreundinnen und -freunde,

dem "deutschen Wald" geht es gut, hören wir immer wieder. Das Waldsterben sei passé, alles sei in bestem Zustand. Schützen durch Nutzen hallt es durch den Blätterwald, mag man den Landesforstbehörden glauben.

Die Luftbelastung durch Schwefelsäure (Stichwort Waldsterben) ist in der Tat stark zurückgegangen, wie wir ja wohl alle wissen. Das heißt aber nicht, dass unser "Wald" in gutem Zustand ist. Fast flächendeckend ist er zu jung (übernutzt), Nitrateintrag ist ein großes Thema, die Mykorrhizierungsrate der Wurzelspitzen geht zurück, die Bäume werden krankheitsanfälliger. Die trocken-warmen Frühjahre und heiß-trockenen Sommer sind zusätzlicher Stress.

Echte Naturflächen, also Flächen mit Prozessschutz, gibt es kaum. Der dritte Nationalpark in Bayern ist auch ad acta gelegt worden. Doch zurück zum Waldzustandsbericht...

Die Akademie Naturwald versucht die Datenlage anders zu interpretieren als unser Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, was im Titel "Alternativer Waldzustandbericht" schon enthalten ist. Dieser Bericht ist gestern erschienen und als pdf offen und kostenlos verfügbar: https://naturwald-akademie.org/wp-content/uploads/2018/04/Alternativer-Waldzustandsbericht_Stand_25042018.pdf

Liebe Grüße,
Christoph

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Plattform für Pilzfreunde / VERSCHOBEN: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 18:19 »
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Christoph am Gestern um 18:19 »
Servus Schorsch,

was sind denn deine genauen Sporenmaße? Ich finde nur die Maße einer Einzelspore. Die Maße sind für die Bestimmung wichtig.

Nach der Monographie, die ich in dem Schlüssel zitiert habe, van Vooren & Moreau (2009) sieht es in subgen. Discina so aus:

Gyromitra accumbens hat sehr große Sporen - 30–45 (52) × 12–15 (18) μm

Gyromitra leucoxantha erreicht auch 35 µm Länge: 25–35 × 10–15 μm

Gyromitra geogenia ist dunkler und hat klar kürzere Sporen: 18–27 ×9–12 μm, nach Peric (2009):
(23) 24,6−28,8 (29,4) × 11−13 μm.

Ich empfehle die Arbeiten in der Ascomycete.org Bd. 1 dringend als Literatur - es ist eine Fundgrube und die Artikel sind open access, also frei zugänglich.

Spannender Fund! Man muss aber immer aufpassen, ob die Dinger wirklich reif sind.

Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: ich verschiebe das Thema in den Bereich Wissenschaft  ;)

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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Schorsch am Gestern um 17:34 »
Danke,
dann werde ich das Schwammerl unter Gyromitra accumbens ablegen.
Und nochmals nachmikroskopieren, wenn es ohne zu schimmeln nachreift ;-)
Servus aus München
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Gernot am Gestern um 17:31 »
Die Sporen von G. geogenia (hab ich selber noch nie gefunden) werden in der Literatur als kürzer als 30 µm angegeben (ohne Anhängsel!), bei G. accumbens sind sie länger als 30 µm. Schwieriger erscheint die Abtrennung von G. olympiana, da ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen...

Schöne Grüße
Gernot
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Danke euch,

die Ökologie scheint ja nicht sonderlich speziell zu sein, insofern muss ich wohl weiterhin hoffen, dass mir der einmal zufällig unterkommt. :)

Schöne Grüße
Gernot
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitra / Discina
« Letzter Beitrag von Gernot am Gestern um 15:59 »
Servus, Schorsch,

vergleiche auch mal mit Gyromitra accumbens – diese sieht G. leucoxantha makroskopisch mitunter recht ähnlich, hat aber eben abgerundete Sporenanhängsel.

Schöne Grüße
Gernot
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