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Servus Werner,

ich habe eben bei Solheim et al. (2013) ein bisserl nachgelesen. Demzufolge kommt Therrya pini meist an Ästen von unter einem Zentimeter Durchmesser vor, währen Therrya fuckelii Astdicken zwischen einem und drei Zentimeter bevorzugt. Allerdings ist das eben nicht hundertprozentig, aber mal ein Anhaltspunkt. Und es kam - musste ja so sein - vor, dass beide Arten am selben Kiefernast wachsen.

Dass man unreife Kollektionen nicht kartieren sollte, ist ja ohnehin selbstredend. Leider haben Solheim et al. (2013) die untersuchten Kollektionen (es waren knapp über 100) nicht aufgelistet bzw. nichts zur Phänologie ausgesagt.

Vielleicht sollte man in ein paar Wochen nochmal schauen, ob man reife Teerflecken mit weißem Inneren findet  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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GriasDi Christoph,

ich hab grad drei verschiedene Kollektionen mikroskopiert.
Leider auch nur Paraphysen und junge Asci, die sich gerade dazwischen entwickeln.
Weil ja noch die seltene T. pini existiert, kann man die so unreif leider nicht kartieren.

An liabn Gruaß,
Werner
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Christoph servus,
interessante Pilze und schöne aussagekräftige Fotos.
Viele Grüße
Thomas
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Servus beinand,

2018 ist ja das Jahr der Trockenheit schlechthin gewesen. Nicht aber im Winter (o.k., welcher Winter? Also im dauerhaften Spätherbst vor dem Frühling)... Ich fange mal mit dem Rückblick am 5. Januar 2018 an - da habe ich eine Vorexkursion für die dort geplante Wanderung des VfP München gemacht. Viel gab es nicht auf den ersten Blick, aber natürlich hat der Haselkleiebecherling (Encoelia furfuracea) das Jahr eingeläutet.





Während der späteren Exkursion gab es natürlich wie fast immer in den Auen die wunderschöne Sarcoscypha austriaca (brav mit Kräuselhaaren im Mikroskop).



Und in der pilzarmen Zeit fotografiert man ja alles, auch häufige Arten - so z.B. den Warzigen Drüsling, Exidia nigricans, wie er heute bzw. im Moment heißt.



Und dann findet man Pilze, die sich nicht sauber bestimmen lassen - ich tippe auf Dacrymyces minor, aber die Sporen waren aberrant - ich vermute wegen des Fröste vorher.



In Rothschwaig fand ich dann mit Amphinema byssoides sogar einen Mykorrhizapilz der Kiefer.



Im Februar ging ich fremd - ich war in Österreich nahe des Klosters Melk an der Donau und musste automatisch an "der Name der Rose" denken - Adson, einer der Protagonisten, kommt in dem Roman aus Melk, heißt daher dort Adson von Melk.

Allerdings ging ich nicht ins Koster, sondern in den Auwald... und fand als Belohnung neben Sarcoscypha austriaca (siehe oben) auch so tolle Sachen wie...

... Biscogniauxia granmoi (gut, an Traubenkirsche im Auwald häufig, aber ich freue mich irgendwie immer wieder über diese nette, schwarze Art):



Oder Heteroradulum kmetii - für mich war das ein Erstfund.




Und Stamnaria americana an Winterschachtelhalm finde ich auch nicht alle Tage.




Der März war dann erstaunlich arm (oder ich war nicht so oft im Wald). In Rothschwaig habe ich mich da auf Kleinzeugs gestürzt...

wie z.B. Lophiostoma, hier eine nicht bestimmte an Clematis, die ich nur aks Lophiostoma aff. caulium ansprechen kann





Dafür habe ich dann auch noch "Lophiostoma caulium var. a" gefunden (das Aggregat wird irgendwann endgültig aufgedröselt sein, vermute ich). Da die Fruchtkörper nicht sooo viel hermachen, zeige ich nur die Sporen, die dich deutlich anders aussehen als bei der an Clematis.



Soweit erstmal diese Auswahl an Winter-/Frühjahrsschwamerln aus dem Jahr 2018.

Liebe Grüße,
Christoph



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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitraschlüssel für Europa
« Letzter Beitrag von Christoph am 5. Mai 2019, 17:02 »
Servus Armin,

herzlich willkommen hier bei uns. Wir kenne uns ja eh vom pilzforum.at  :)
Es freut mich, dass du dich vom Mitleser zum aktiven Mitschreiber gewandelt hast. Und danke für die schönen Lorchelfotos!

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: Gyromitraschlüssel für Europa
« Letzter Beitrag von carter am 5. Mai 2019, 16:50 »
hallo zusammen...

als kurze vorstellung...   mein heimatforum ist das https://www.pilzforum.at/
und möchte mich in hier als mitleser verabschieden und mit einigen beiträgen aktiv werden...

weil`s hier so schön reinpasst __gyromitra perlata__ gefunden vor 2 wochen


liebe grüße_________armin





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Christoph Servus,
besten Dank für deine ausführliche Antwort und auch den guten Link.
Liebe Grüße.
Thomas
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Expertenforum Mykologie / Re: Obacht bei der Fälblings-Kartierung
« Letzter Beitrag von Christoph am 5. Mai 2019, 13:42 »
Servus Hias,

gut, dass du das schreibst. Ich hatte früher, bevor die erste Überarbeitung bei den Fungi of Northern Europe rauskam, diese sphagnumliebenden Knollenfüße alle als Hebeloma leucosarx angesprochen. Dann kam FoNE und ich habe dann darunter auch H. incarnatulum gemacht und das so abgespeichert.

Mittlerweile spreche ich eh fast keinen Fälbling mehr rein makroskopisch an. Und der Fall hier ist ein sehr gutes Beispiel für die Probleme bei der Makrobestimmung.

Hebeloma syrjense habe ich bewusst noch nie gesehen / gefunden. Ich schaue nach der Art, seit das FoNE-Buch rauskam, aber immer noch Fehlanzeige.

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus Thomas,

Hypoxylon macrocarpum kann auf der Borke auch kissenfärmige Stromata ausbilden und dann durchaus H. fuscum ähnlich sehen. Neben Unterschieden im Mikroskop hat diese Art aber einen dunkleren KOH-Auszug, also mehr dunkelbraun schmutzig.
Hypoxylon petriniae kenne ich nur resupinat (und fast nur an Esche).

Ich empfehle diese Website: http://pyrenomycetes.free.fr/hypoxylon/index.htm

Hier findet man einen - wie ich finde - sehr guten Schlüssel und ausführliche Artbeschreibungen nabst Diskussion.

Liebe Grüße,
Christoph
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Christoph Servus,
klasse dass du das hier bringst. Ich kenne zwar diese Ausformungen, konnte diese aber niemals zuordnen. Hier hätte ich auch gleich eine Frage.
Aus eigener Anschauung kenne ich weder Hypoxylon petriniae noch Hypoxilon macrocarpum. Ich hatte aber von beiden, wo auch immer, schon Bilder gesehen und beide waren resupinat. Natürlich kann ich mich nicht mehr erinnern, ob dies auf Rinde oder auf „nacktem“ Holz war, glaube aber eher Letzteres. Ist jemand bekannt, ob die auch kugelig wachsen können, oder wachsen die ausschließlich resupinat?
Euch allen einen schönen Sonntag.
Thomas

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