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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Felli am Gestern um 10:20 »
Servus,
Dank euch beiden für die Komentare,
 ich hab mir jetzt die Mühe gemacht und nochmal 3 Stiele verschiedener Fruchtkörper (sehr jung / jung / und schon mit angegrauten Lamellen)  zu untersuchen.
Ich habe auf/an keinem Stiel Caulozystiden gefunden.
Schnallen sind vorhanden.

Immer nur so leicht vorstehende Hyphenenden und verschnörkelte Knäuel





Da jetzt bei diesem Fund die Sporen oft mitraförmig sind,

- also keine Kaulozystiden und mitraförmige Sporen bringt mich das jetzt echt in eine Zwickmühle.

C. saccharinus soll Keine Kaulo´s und ellipsoide-eiförmige Sporen haben
C. truncorum - keine Kaulo´s und elliptisch-ellipsoide Sporen
C. micaceus  mit Kaulo´s und mitraförmigen Sporen

Neubeschreibung ?

Grüße
Felli
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Polyporus tuberaster mit Pseudosklerotium
« Letzter Beitrag von Renate am Gestern um 00:14 »
Hallo Jürgen,
 
Vielen Dank   :)

Viele Grüße
Renate
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Werner E. am 23. Mai 2019, 20:12 »
Servus Christoph,
a bissl urlauben dua i in Berlin, Potsdam und Brandenburg. :)
O.k., dann kein Ozonium. Ich hab hier keine Literatur. Hab das so im Kopf gehabt. Wahrscheinlich wegen der Nähe zum Haustintling.
Ich glaub mich zu erinnern, dass, ich denke im Tintling, mal ein Artikel über C.micaceus vs C.saccharinus war. Evtl. sogar vom Melzer Andreas.
Da wurden wohl viele Belege vom Glimmertintling nachmikroskopiert und festgestellt, dass ein hoher  Anteil auf C.saccharinus fielen. Seitdem hab ich mich makroskomisch an die Artengruppe nicht mehr rangetraut. ;)
An liabn Gruaß,
Werner
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Servus beinand,

im Funga Austria-Forum wurde auf die Entdeckung eines uralten Pilzfossils hingewiesen. Diese Information möchte ich natürlich hier weitergeben.

In der Grassy Bay Formation in Nordkanada wurden in ca. 900 bis 1000 Millionen Jahre altem Gestein (also 0,9-1 Milliarde Jahre alt) Mikrofossilien entdeckt. Dafür muss man quasi Blindproben aus dem Gestein mikroskopieren. Dabei wurden offenbar Pilzsporen entdeckt, aus denen Hyphen auswachsen. Die Sporen können natürlich auch kugelige Zellen sein, die nicht der Verbreitung dienen.

Jetzt könnte man hier natürlich wild drauflosspekulieren, was diese winzigen Fossilien sind. Es wurde aber in der versteinerten Zellwand Chitin nachgewiesen. Und dass es Eukaryota sind, wurde offenbar ohnehin gezeigt. Damit ist es wohl wirklich sehr wahrscheinlich, dass hier sehr frühe Pilzfossilien vorliegen - warum auch nicht?!

Wer mehr dazu lesen wil, (und ein Fossila ls Foto sehen will) findet hier auf deutsch Informationen zum Thema:
http://www.wissenschaft.de/erde-klima/ein-rekordaltes-pilzfossil/

Wer die Originalquelle sucht, wird in der Zeitschrift Nature fündig:

Corentin C. Loron, Camille François, Robert H. Rainbird, Elizabeth C. Turner, Stephan Borensztajn & Emmanuelle J. Javaux (2019): Early fungi from the Proterozoic era in Arctic Canada. Nature 2019: doi: 10.1038/s41586-019-1217-0
(Publikation vom 22. Mai 2019, also mehr als brandaktuell, fast schon tagesaktuell)

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. Mai 2019, 19:35 »
Servus Werner,

was machst du denn in Berlin?  :o

Wie gesagt, meine Erfahrung bei Coprinellus ist sehr begrenzt. Ich vertraue da meist auf die Studien von Ulje - und auch hier bildet Ulje die Sporen in der Flora Agaricina Neerlandica anders ab - nicht so stark mitraförmig:



Ulje schreibt selbst, dass C. saccharinus zwischen C. micaceus und C. truncorum steht. Insofern hast du natürlich recht, was die Verwechslungsmöglichkeit besteht. Interpretiert man das, was Felli zeigt, als Caulocystiden, fallen C. saccharinus und C. truncorum eh raus. Und folgt man Ulje, hätte nur C. micaceus diese doch deutlich mitraförmigen Sporen.

Ein Ozonium bei C. truncorum? Davon ist mir nichts bekannt. In der Sektion Micacei steht er. Ulje schreibt auch nichts vom Ozonium.

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Werner E. am 23. Mai 2019, 19:24 »
Servus Felli und Christoph,
unbedingt in Betracht gezogen werden muss auch C. saccharinus. Das ist eigentlich die Verwechlungsart zum Glimmertintling überhaupt.
C.truncorum hätt ich eher in die Nähe von C.domesticus gestellt. Hat der nicht sogar auch ein Ozonium?
An liabn Gruaß aus Berlin,
Werner
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Expertenforum Mykologie / Re: tintling
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. Mai 2019, 13:31 »
Servus Felli,

herzlich willkommen - schön, dass du hier bist!

Du kannst die Fotos auch in den Beitrag einbinden (die Software ist halt recht einfach, daher muss man das manuell mit dem [ img ] und [ /img ]-Befehl machen (ohne Leerzeichen, dazwischen die Bildadresse reinkopieren)).

Es stimmt, ich sehe hier keine klar lageniformen Caulocystiden. Jetzt habe ich bei Coprinellus auch keine so große Erfahrung. Vielleicht kann das @Hias weiterhelfen...

Jedenfalls passt die Sporenform m.E. besser auf C. micaceus als auf C. truncorum. Sie sehen für mich in dem Foto deutlich mitraförmig abgeplattet aus und haben dabei in Sicht auf die Breitseite ein etwas abgestutztes Ende und einen Knick in den Seiten.

In der Flora Agaricina Neerlandica wird das als typisch für C. micaceus angegeben. Die Sporen von C. truncorum (und anderen aus der Sektion) sollen nicht so aussehen.

Zur Verdeutlichung habe ich eine Spore aus deinem Foto rausvergrößert:



Und hier noch als Vergleich die Abbildungen der Sporen aus der Flora Agaricina Neerlandica Band 6 für beide Arten. Da kann man gut die unterschiedliche Form erkennen - da sehen deine Sporen schon sehr nach C. micaceus aus.


Coprinellus micaceus: Sporen (aus FAN Bd. 6: S. 86)


Coprinellus truncorum : Sporen (aus FAN Bd. 6: S. 88)

Liebe Grüße,
Christoph
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Expertenforum Mykologie / tintling
« Letzter Beitrag von Felli am 23. Mai 2019, 10:18 »
Servus
Da dies mein erstes mal ist ;D hab ich eine Frage zu einem Tintling der zur Zeit  in der Wiese um einen vergrabenen Baumstumpf herum wächst.
Ich dachte an C. micaceus. Wollte mir aber mal die ganzen Bestimmungsmerkmale rausarbeiten.
Sporen, Velum, Erscheinungsbild passt eigentlich recht gut.
Nur so richtige Kaulozystiden will ich einfach nicht finden.
In dem Fall lande ich nach dem Schlüsseln bei C. truncorum der aber nicht so häufig sein soll.



so, die Bilder hab ich hochgeladen ( werden zumindest in schriftform angezeigt)
mal sehn ob´s klappt

Grüße
Felli
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Servus beinand,

die BMG hat sich ja für das hiesige Volksbegehren "Rettet die Bienen" eingesetzt. Dazu passend habe ich  heute (bzw. mittlerweile gestern) eine E-Mail mit einer Pressemitteilung von der Deutschen Wildtierstiftung erhalten. Dort wird die Idee, statt Mais Blumenmischungen als Energiepflanzen für die Biogasherstellung anzupflanzen, damit Insekten diese zumindest bis zur Ernte als Pollenquelle nutzen zu können.

Würde sich das durchsetzen, so hätten wir anstelle der riesigen Maisanbauflächen blühende Bestände. Natürlich werden dafür die Böden sicherlich auch gedüngt bis zum Gehtnichtmehr?! Und die Mischung ist sicher auch nicht sehr artenreich (die Frage ist, wie viele Insekten gefördert werden). Aber besser als Maismonkulturen wäre das sicherlich. Bei mir gibt es nur grün, dann braun (Mais) oder gelb, später grün und stinkend  (Raps).  :-X

Hier ein Link zu einer Infoseite über das neue Konzept. Es wird demnach teilweise bereits umgesetzt. Und wer weiß, vielleicht gibt es zukünftig mehr "Bienenstrom".

Das Gesamtkonzept wird u.a. von der Deutschen Wildtierstiftung unterstützt. Dem haben sich einige Verbände angeschlossen, so auch der Imker- und auch der Jagdverband.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Polyporus tuberaster mit Pseudosklerotium
« Letzter Beitrag von Der Juergen am 22. Mai 2019, 23:01 »
Hallo Renate et al ;-),

mein Kompliment für Deine Mikro-Doku! Ich hatte zwar mal das Vergnügen, so ein Pseudosklerotium gefunden und ausgegraben zu haben, aber auf den Gedanken, das Ding mal zu mikroskopieren bin ich gar nicht gekommen;-). Allerdings hab ich die Knolle "verschleppt" und weitab vom Fundort in einem Kräuter-Privatgarten eingepflanzt ... mit dem Ergebnis, dass im Folgejahr dort drei Frk. P. tuberaster das Licht der Welt erblickten;-)

http://www.pilzflora-ehingen.de/pilzflora/arthtml/ptuberaster.php

Grüßle
Jürgen
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