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Plattform für Pilzfreunde / Re: Pilz am Stammfuß einer Eiche
« Letzter Beitrag von Christoph am 21. Oktober 2018, 20:43 »
Servus Kathy,

wenn die Poren auf Druck nicht geschwärzt haben, dann ist es ein Klapperschwamm. Der Eichhase hätte viele kleine, mehr oder weniger zentral gestielte Hüte und fällt als Möglichkeit weg.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Pilz am Stammfuß einer Eiche
« Letzter Beitrag von Kathy am 21. Oktober 2018, 11:49 »
Liebe Forenmitglieder,
ist das auch ein Riesenporling oder eher ein Klapperschwamm oder Eichhase?
Liebe Grüße
Kathy
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Oktoberpilze 2018
« Letzter Beitrag von Helmut am 20. Oktober 2018, 00:18 »
Servus Werner und Christoph,

da stellt sich schon die Frage, wie unterscheidet sich die Kollektion vom normalen Seifenritterling, zumal diese seltene Art auch schon als Varietät desselben beschrieben worden war. Obwohl mich Tricholoma auch etwas mehr interessiert, hätte ich die T. boudieri beinahe übersehen. Von oben erinnerte die Kollektion zunächst eher an einen Täubling. Kurz umgedreht, fiel mir gleich das Röten auf, dann die weißlichen Lamellen. Bei genauerer Betrachtung kam T. saponaceum in die engere Wahl. Aber der Geruch passte nicht, er war nur schwach, undeutlich, eigentlich gar nicht seifig. Zusammenfefasst: Ein zierlicher T. saponaceum mit stärkerer Rötung und fehlendem Seifengeruch.
So wurde ein Foto gemacht und die Frk mitgenommen. An einer anderen Stelle im selben Wald fand ich nochmal zwei Frk. Ökologie: Fichtenmischwald über Kalk.

Gruß Helmut
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Hallo Christoph,

ja man hat sich an die "neuen" Medien schnell gewöhnt. Wege sie funktionieren dann nicht mehr. ;)

Vielen Dank. Gerne komme ich auf dein Angebot zurück. Ich kenne die Arbeit von Vizzini et al. (2016) nicht.

Bei meinem Fund gibt es ja Weiden und Pappel, die Weiden bilden jedoch den größeren Bestand, da es dort einen kleinen Wassergraben gibt. (Momentan ausgetrocknet, da gab es so die letzten Jahre noch nicht).

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Dirk
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Servus Dirk,

jetzt habe ich wieder Internet (man fühlt sich ohne so von der Außenwelt abgeschlossen). Das Saarland ist im Vergleich zu Oberbayern überall wärmebegünstigt?!

Du solltest dir mal die Arbeit von Vizzini et al. (2016) anschauen (kann ich dir gerne schicken). Da findest du Fotos, die 1 : 1 auf deine Kollektion passen.

Früher war ich vorsichtiger bei der Bestimmung, denn es gab noch weitere, ähnliche Arten - wie z.B. Amanita "helianthemicola" nom. prov. oder eben Amanita subfuliginosa - mit dunklen Lamellenschneiden, düsterem Stiel usw.
Der Fund von Wolfgang Schössler zeigt letzten Endes alle Übergänge zwischen typischen Amanita subfuliginosa und Amanita simulans, sodass die beiden sicher nicht trennbar sind. Deine Kollektion geht auch in Richtung Amanita subfuliginosa - und das schließe ich (Vizzini et al. 2016 folgend) in Amanita simulans mit ein. Die gelbocker Flecken passen auch sehr gut, der düstere Stiel, die brüchige Volva, die kleinen Hüllreste am Hut, die dunklen Schneiden - ein Bilderbuchfund.

Amanita simulans wächst nach Vizzini et al. (2016) nicht nur bei Pappeln, sondern auch bei Weide, bei Sonnenröschen (Helianthemum) und bei Cistrosen. Und offenbar gerne dort, wo es warm ist (Italien, Frankreich, Saarland, Oberbayern bei Südhanglage usw.)  ;)

Liebe Grüße,
Christoph
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Pilzberater und PSV / Re: Waldpilze immer noch radioaktiv belastet
« Letzter Beitrag von Christoph am 18. Oktober 2018, 23:32 »
Servus Schorsch,

vielen Dank für die Infos und die Links!

Leider wird uns das Thema noch lange verfolgen. Auch wenn die Menge an Caesium im Boden insgesamt abnimmt, gibt es eben Pilze, die Caesium anreichern. Das können sie auch, wenn weniger Caesium verfügbar ist (es löst sich ja wieder aus dem Mineralboden, wenn es das frei verfügbare Caesium vom Pilz aufgenommen wurde) - Stichwort Löslichkeitsprodukt.

Ein Beispiel wäre hier die Gattung Elaphomyces - die Hirschtrüffeln. Das sind die besten Caesiumsammler, die bislang bekannt sind (bis über 120.000 bq / kg Frischmasse). Und die Wuidschweinderl fressen das und sind dann Sondermüll (falls erlegt).

Ein weiterer Effekt ist, dass durch das Lösen, wieder Mineralisieren, wieder Lösen das Caesium langsam aber sicher in tiefere Bodenschichten transportiert wird - jetzt können Arten mit etwas tiefer liegendem Myzel mehr Aufnehmen als früher - das heißt, die Belastung kann bei manchen Arten ansteigen, obwohl das Caesium insgesamt abgenommen hat.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Oktoberpilze 2018
« Letzter Beitrag von Christoph am 18. Oktober 2018, 23:28 »
Servus Helmut,

wenn du magst, schicke ich dir den Artikel. Inwieweit doch Unterschiede feststellbar wären, weiß ich natürlich nicht.

Das Tricholoma boudieri habe ich gar nicht richtig gewürdigt, weil mich die Xeromphalina so abgelenkt hat. Starker Fund - hatte ich noch nie. Werner findet eh quasi alles - Caloboletus kluzakii in Schweden, Tricholoma boudieri auf Teneriffa usw.  ;) :D

Liebe Grüße,
Christoph
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Hallo Till,

das kann ich so direkt nicht bejahen. Die Wie ist eine magere Flachland-Mähwiese (Glatthaferwiese).
In den Teil wo es den Fund gab, scheint wegen der Hecke/Gebüsch aus Weide und Zitterpappel, erst ca. ab mittags bis Sonnenuntergang die Sonne drauf. Fundort höhe ca. 330m ünN.

Herzliche Grüße aus dem Saarland

Dirk
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Hallo, Dirk -

stammt Dein simulans-Fund von einem Fundort, den man als "thermophil" bezeichnen könnte? Unser Freund Thomas Glaser findet die Art regelmäßig an einem sehr warmen und geschützten Fleck im Inntal, ebenfalls unter Pappeln.

Gruß vom Waginger See
Till
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Pilzberater und PSV / Waldpilze immer noch radioaktiv belastet
« Letzter Beitrag von Schorsch am 18. Oktober 2018, 10:06 »
Nach Tschernobyl: Waldpilze immer noch radioaktiv belastet
Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2018 14:25
https://www.sueddeutsche.de/news/panorama/atomunfaelle---salzgitter-nach-tschernobyl-waldpilze-immer-noch-radioaktiv-belastet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181017-99-411975
Direkt aus dem dpa-Newskanal

München (dpa/lby) - Mehr als drei Jahrzehnte nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl sind einzelne Waldpilzarten in Bayern immer noch stark radioaktiv belastet. Dies teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Mittwoch mit. Betroffen sind demnach Sorten wie Braunscheibige und Orangefalbe Schnecklinge oder Rotbraune Semmelstoppelpilze, bei denen noch immer deutlich erhöhte Werte von radioaktivem Cäsium gemessen werden.
Besonders belastete Pilze kommen laut BfS nach wie vor vor allem im Bayerischen Wald, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt und in der Region Mittenwald vor. Wegen seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren sei das aus dem Tschernobyl-Unfall stammende Cäsium-137 bisher nur etwa zur Hälfte zerfallen.
Wer diese höher belasteten Wildpilze isst, kann den Angaben zufolge mit einer einzigen Mahlzeit mehr Cäsium-137 zu sich nehmen als mit anderen Lebensmitteln innerhalb eines ganzen Jahres. Gesundheitliche Folgen seien aber nicht zu befürchten.
Nach dem Super-Gau in dem Atomkraftwerk in der Ukraine im Jahr 1986 wurden die genannten Gebiete in Bayern zehn Mal heftiger belastet als beispielsweise Norddeutschland.

Weiterer interessanter Link:
http://www.umweltinstitut.org/themen/radioaktivitaet/messungen/waldproduktmessungen.html
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