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Plattform für Pilzfreunde / Re: Novemberpilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 26. November 2017, 23:14 »
Schön, daß ihr mitgeht!

Jetzt Sonntagspilze
LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Novemberpilze
« Letzter Beitrag von UmUlmHerum am 26. November 2017, 21:58 »
Hallo dipfelripfel,

Deine Peziza ist eine Ascocoryne, einer dieser Gallertbecher. Ob A. sarcoides oder cylichnium (bzw. in deren Dunstkreis befindliche Arten lt. BARAL) kann ich so nicht sicher sagen – sollte man unters Mikro legen und die Sporen anschauen. (Meine Tendenz wäre Richtung A. cylichnium wg. der ausgeprägten Becher).

Viele Grüße – Rika
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Novemberpilze
« Letzter Beitrag von dipfelripfel am 26. November 2017, 11:35 »
Hallo in die Runde,

ich war ebenfalls mal gucken, was sich rings um die Samtfußrüblingsstellen tut. Ein paar wenige Exemplare tauchen schon auf.

Peziza...Ich habe da aber noch einen violetten Becherling gefunden. Wunderschön, aber ich kann ihn nicht einsortieren. Er wuchs auf einem Baumstumpf, der mit Moos bedeckt war. Recht brüchig. Ich habe keine Milch/Saft austreten sehen bei Verletzungen. die Innenseite ist dunkel-violett, außen und an verletzten Stellen stark ausgeblichen. Die Farbe fand ich allerdings so markant, dass ich mich an ihr orientiert habe. Aufgrund seines Habitus hätte ich P. saniosa ausgeschlossen, außerdem ist ja keine Milch da. Ich hatte neulich erst eine zu Gesicht bekommen, die sah definitiv ganz anders aus. P. celtica käme mir aber auch spanisch vor, weil die Außenseite mehr runzelig als glatt ist. Was könnte es also sein? Vielleicht sogar nicht mal eine Peziza?

Und beim dritten Fund bin ich mir ebenfalls nicht sicher. Von den Merkmalen her, könnte es ein Gymnopilus sein, aber er ist ziemlich fleischig und rechte dunkle Hutfarbe. Könnte aber auch an der Kälte liegen. Der Stiel ist deutlich überfasert, an den Lamellen kann  man ganz gut ein paar rostige Flecken erkennen. Spp. ist bräunlich. Geschmack ist bitter. Er wuchs ebenfalls am Totholz. Ich kann jedoch nicht mehr sagen, ob es Nadel- oder Laubholz war.

Lg
dipfelripfel


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Servus Christoph,

Auch bei uns gibts ähnliches. Neben Arrhenia spathulata gibts auch reichlich Omphalina rickenii und einige Galerinchen, die ich aber noch nicht genauer untersucht habe.
Weichritterlinge sind allerdings auf den Kalkmagerrasen zur Zeit reichlich vorhanden. Auch da hab ich noch nicht hineingeschaut- früher bin ich allerdings schön öfter beim Schlüsseln gescheitert...
Als Beispiel 5 Aufsammlungen

LG Rudi
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Novemberpilze
« Letzter Beitrag von Rudi am 25. November 2017, 16:36 »
Servus Gernot,

Ja- ein schöner Pilz! Ein österreichischer?
Hab mich gewundert, daß im November hier noch was ziemlich frisches nachgekommen ist.

Insgesamt wirds aber deutlich weniger, nur noch ein paar Reste

L Rudi
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Expertenforum Mykologie / Zentral gestielte Crepidotus-Arten
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. November 2017, 21:06 »
Hallo zusammen,

beim Schmökern der aktuellsten Beiträge der Zeitschrift Mycologia (Vorabversionen, die für Abonennten online lesbar sind) bin ich über folgenden Artikel gestolpert:

Laura Guzmán-Dávalos, C.K. Pradeep, K.B. Vrinda, A. Manoj Kumar, Virginia Ramírez-Cruz, María Herrera, Alma Rosa Villalobos-Arámbula, Kasem Soytong, Timothy J. Baroni & M. Catherine Aime (2017): A new stipitate species of Crepidotus from India and Thailand with notes on other tropical species.  doi.org/10.1080/00275514.2017.1401834
(vorab veröffentlicht am 14.11.2017)

Es handelt sich dabei um eine weitere, gestielte Art. Mir war nicht bewusst, dass es in Südamerika mit Crepidotus thermophilus bereits einen normale Lamellenpilzfruchtkörper (mit zentralem Stiel) bildende Crepidotus-Art gibt. Neu beschrieben wird in dem Artikel Crepidotus asiaticus, der sehr nett aussieht - zentral gestielt, rotbrauner Hut, herablaufende Lamellen - hätte ich nie für einen Stummelfuß gehalten.

In dem Artikel wird zudem eine Melanomphalia aus Südamerkia ebenfalls in die Gattung Crepidotus gestellt. Es gibt nichts, was es nicht gibt.  :)

Wollte ich nur zur Allgemeinen Info schreiben - wer weiß, vielleicht gibt es auch bei uns bislang verkannte, gestielte, nicht stummelige Stummelfüße? Ihr seid vorgewarnt  8)

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Wiesenkorallen
« Letzter Beitrag von Christoph am 23. November 2017, 20:53 »
Servus Gernot,

auch von mir danke für die Information! Habe den Artikel gleich gespeichert - sehr interessant.

Liebe Grüße,
Christoph
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Servus beinand,

neben Pseudoclitocybe expallens (siehe einen Beitrag weiter unten) habe ich noch ein paar Schwammerl mehr gefunden. Drei davon will ich gerne vorzeigen.

Sehr gefreut habe ich mich über Arrhenia spathulata - ich habe diese Arrhenia noch nie selbst gefunden. Gestern war es soweit. Laut Pilze-Deutschland gibt es nur einen Fundpunkt in Südbayern, aber die Karten sind da leider nicht unbedingt aktuell (es fehlen auch die Krieglsteiner-Punkte).

Die Art ist leicht bestimmbar: Stiel praktisch ganz reduziert, Lamellen nur aderig, Hut frisch grau (nur trocken hell), keine Schnallen (etc.). Kann ein Mooskenner den Wirt eventuell bestimmen?

Hier die Fotos:







Die zweite Art ist sehr häufig und auch leicht kenntlich: Galerina clavata - sie hat keine Schnallen, die Sporen haben keine Plage, sind aber stark warzig, dafür kaum bis nicht dextrinoid (häublingsuntypisch), dann die entfernt stehenden Lamellen und fehlender Mehlgeruch und -geschmack. Die Cheilocystiden sind deutlich kopfig. Ähnlich ist nur Galerina heterocystis.

Galerina clavata kommt truppweise auf meiner "Ellerlingswiese" in Rothschwaig vor, aber nicht im Steinbruch (dort zu wenige Moose?).



Aller guter Dinge sind drei - noch ein Weichritterling. Da ist die Bestimmung ja immer so eine Sache. Die Cheilocystiden sind teils brennhaarartig, aber mit recht breitem Kopf, teils auch septiert, aber es kommen auch recht große Cystiden vor, die graduell breiter werden. Die Zuordnung ist also nicht ganz klar. Pleurocystiden gibt es, aber nur sehr vereinzelt. Diese sind eher brennhaarartig, aber der kristalltragende Hals ist hier auch um die 4 µm dick. Die Sporen sind warzig mit einzelnen Graten, also verbundenen Warzen, aber nicht netzig-gratig.
Das Stielfleisch ist in der Stielbasis fast schwarz und nach oben hin immer heller werdend. Der Geruch ist seltsam. Ich habe Lakritzgeruch wahrgenommen, später wurde es eher ein Geruch in Richtung Sauerkraut - etwas seltsam. Der Geschmack hingegen war banal pilzartig.
Der Stiel ist sehr fein längsrillig, unter der Lupe oben deutlich bepudert.
Ich komme hier beim Schlüsseln mit Bon bei Melanoleuca kuehneri raus. Ob's wirklich stimmt, weiß ich natürlich nicht sicher. Zumindest wäre die Art praticol (nicht ausschließlich, aber durchaus). In Kalkmagerrasen - hier zwar so gut wie ohne Gräser - wird es ja nicht soooo viele Weichritterlinge gben?!



Kann jemand die Bestimmung halbwegs bestätigen oder widerlegen/anzweifeln?

Liebe Grüße,
Christoph

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Servus Gernot,

Cuphophyllus pratensis s.l. passt gut zu Rudis Fund. Ich selbst bin mir nicht sicher, welchen Status Cuphophyllus ochraceopallidus verdient. Auf meiner Wiese finde ich optisch Übergänge von rein weiß zu weiß mit etwas ockerblasser Mitte hin zu deutlich durchgefärbt auf engstem Raum.

Zitat
Die Fruchtkörper waren aber nicht gerade schmächtig, insofern halte ich das eher für kein brauchbares Unterscheidungsmerkmal zu C. virgineus.

Aber dünnfleischig waren sie schon?! Und wie groß war der große Fruchtkörper?

Gestern war ich wieder unterwegs in Rothschwaig - das Wetter musste ich einfach ausnutzen. Es war dermaßen warm durch den Föhn, dass ich keine Jacke mehr braucht - sehr angenehm.

Die Kalkschotterflächen waren immer noch voll mit Pseudoclitocybe expallens, den ich hier ein bisserl vorstellen möchte. Wenn die Hüte sehr durchnässt sind, können sie ziemlich dunkel sein, fast schwarz und sind dann eigentlich kaum von Pseudoclitocybe cyathiformis zu unterscheiden. Verlieren sie aber die Nässe und sind normal durchfeuchtet, sind die viel blasser und vor allem deutlich durchscheinend gerieft. Hierbei behalten sie einen sehr dunklen, zentralen Fleck - meist mit winzigem Buckel. Trocknen sie dann weiter ab, so zeigen sie eine sehr starl ausgeprägte Hygrophanität.
Frisch riechen sie teils nach fast nichts, sobald sie aber etwas in einer Schachtel waren, riechen sie sehr stark nach reiner Blausäure, also wie ein Mönchskopf.

In Rothschwaig bildet Pseudoclitocybe fast einen Aspekt. Letzte Woche waren es sicher über Hundert Fruchtkörper - jetzt sind es zwar weniger, aber immer insgesamt noch sehr viele.

Hier eine kleine Fotostrecke...


Blasser Hut, dunkle Mitte mit kleiner Papille und deutlich durchscheinend gerieft - typisch für noch feuchte Hüte.


Links ein bereits fast abgetrockneter Fruchtkörper - der Hut ist dann sehr hell.


Eine Dreiergruppe und erneut mit dieser typischen, fast schwarzen Hutmitte mit Papille.




Hier sieht man, wie der Hut abzutrocknen beginnt und deutlich hygrophan reagiert - in zentrifugalen Streifen.


Junger, noch sehr dunkler Fruchtkörper - sehr stark durchfeuchtet.


Noch jüngerer Fruchtkörper ("Baby") und schon deutlich gerieft.

Liebe Grüße,
Christoph
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Plattform für Pilzfreunde / Re: Wiesenkorallen
« Letzter Beitrag von Rudi am 23. November 2017, 13:09 »
Sehr schön und vielen Dank, Gernot!!

Ich hab ja schon lang überlegt, was ich mit den zwei verschiedenen "kunzei" machen soll. :-X
Jetzt ist mir einiges klarer.
Vermutlich werden auch meine anderen Arbeitsnamen nicht lange Bestand haben...

LG Rudi
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