Hallo Andreas,
vorab - ich schätze Deine ausgleichende Meinung sehr. Und ich gebe auch zu, daß ich "es bis hier oben" habe. Und daß ich gestern abend als Reaktion auf die Massenlöschungen sicher nicht mehr die nötige Distanz aufgebracht habe.
Trotzdem: ich reagiere immer nur. Die Schnellschüsse kommen immer vom Präsidium/der DGfM und darauf entsteht dann Zorn, der - zugegebenermassen - auch mal etwas zu sehr überschwappt.
natürlich kann ich auch nicht gut heißen, was derzeit im DGfM-Forum abläuft. Ich finde aber Werners Sichtweise etwas zu krass und auch ein wenig schief was die Verantwortungen dabei betrifft. Vielleicht kanst Du (@Werner P.) Dich ja mal mit Wolfgang direkt unterhalten.
Habe ich getan. Ich habe mich noch kurz bevor Wolfgang die Löschungen zurückgenommen hat mit ihm schon per Mail unterhalten. Ich will auch nicht alles auf Wolfgang abladen. Klar - es war erst mal seine Verantwortung, die ganzen Beiträge zu löschen. Nach meiner Info ist es aber so, daß das Präsidium und da insbesondere der Präsi ihn massiv dazu gedrängt haben, zu löschen. U.a. wurde nach meinen Infos angedroht, das ganze "interne Forum" zu schliessen. Soweit meine Infos.
Nachdem die entsprechenden Reaktionen dann auch tatsächlich so kamen wie von Martin Unterseher (und vermutlich auch den meisten von uns) erwartet, telefonierte er mit einigen der direkt Betroffenen um einen Konsens zu finden. Das finde ich toll und mehr als ich nun unbedingt erwarten würde. Die Telefonate führten dazu, dass die Beiträge wiederhergestellt wurden. Ich finde es absolut legitim, dass der Admin zunächst seinen Weg wählt. Gut ist, dann aber nach Erkennen, dass es nicht der Mehrheitsauffassung entspricht, eine andere Lösung zu suchen. Da können wir, die wir nicht mit den Maßnahmen einverstanden sind, uns einbringen.
Da gebe ich Dir völlig recht, Andreas. Und auf Pilzepilze habe ich das auch schon geschrieben, daß ich vor Wolfgang - jetzt - den Hut ziehe. Wie gesagt, ich finde es sehr gut, daß er eingelenkt hat. Bleibt immer noch die Frage, wer hinter den ganzen Aktionen im DGfM-Forum steht. Und das ist m.E. nicht unbedingt Wolfgang. Und ich meine damit auch nicht nur die letzte Krönung - sprich: die Löschungen. Ich bin mir auch bewußt, daß auch andere Postings - z.B. Christophs und meine - manchmal etwas schärfer im Ton ausfallen. Nur ist das oft auch eine Reaktion auf die m.E. doch oft demonstrative "von oben herab-Haltung" seitens einzelner DGfM-Offizieller oder -Halboffizieller. Und wenn ein Präsident Mitarbeit in einem "DGfM-internen Forum" einfordert, sollte er als intelligenter Mensch damit rechnen können, daß da auch mal Kritik oder unangenehme Fragen kommen. Ansonsten sollte er das "Interne Forum" wirklich schließen, denn ein Lobpreisungsboard brauchen wir sicher nicht. Überhaupt werfe ich ganz konkret der DGfM (dem Präsidium) vor, die Legeren zu mimen um dann hinterher wieder Versuche der "Meinungsdiktatur" permanent auf dem Forum abzuladen - und diese Löschungen sind ja nur das Endglied in einer langen Kette derartiger Entgleisungen, die auch nicht von diesem Präsidium alleine begangen wurden, sondern scheinbar "systemimmanent" in der DGfM sind.
Irgendwas mußte schon passieren, dass der Thread nicht noch weiter aus dem Ruder läuft. Jedenfalls nach Meinung der DGfM, auch des Admin und des Moderators, wenn auch nicht unbedingt nach meiner. Wie auch immer, eine konstruktive Lösung für solche Situationen zu finden wäre ein besserer Weg als nur zu explodieren.
Tja - ich würde von seiten eines Präsidiums einfach eine andere Diskussionshaltung erwünschen. Es ist richtig, daß sie ab und zu "angeschossen" werden. Dies aber doch meist zu recht. Sehen wir uns die ganzen "explodierenden Threads" mal an: viele von uns Normalo-Mitgliedern sind schon seit Jahren in Bezug auf die DGfM "geladen", weil wir deren Diskussionsstil ja - leider - kennen. Nun wird manchmal schon etwas "angefressen" eine Meinung eingestellt. Statt dem Ganzen aber nun etwas die Luft rauszunehmen, antwortet man entweder bewußt gar nicht oder agiert irgendwie "hintenrum" (z.B. Schatzmeister) oder man drischt seinerseits auf die "Oppositionellen" ein. Daß dies dem Gedanken einer "Moderation" widerspricht, dürfte klar sein. M.E. hat aber eine Vereinsleitung die Verpflichtung, nicht permanent Öl ins Feuer zu giessen, sondern den Verein durch bedachte Äusserungen und Handlungen vorwärts zu bringen.
Vielleicht ist mein Vorschlag, Threads (befristet) zu schließen und die Parteien aufzufordern, sich zunächst mal direkt auszutauschen eine mögliche Lösung. Mal sehen. Der Präsident ist jedenfalls erst mal zwei Tage nicht erreichbar wegen Abwesenheit, dann haben sich die Gemüter vielleicht etwas beruhigt und es kann wieder "normal" weitergehen.
Wäre wohl eine Möglichkeit - alleine, ich sehe die Gefahr, daß dann Parallelthreads aufgemacht werden, die wiederum geschlossen werden usw. Mein Ideal ist nach wie vor: man sollte zu seinem Wort stehen und Kritik als solche akzeptieren und nicht wie eine "beleidigte Leberwurscht" drauf reagieren - sondern sachlich präzise. Dann darf auch mal Kritik am "Tonfall" der Opposition geübt werden.
Sorry, daß ich wieder nicht diplomatisch geschrieben habe, aber das liegt mir nicht so sehr, wenn ich merke, daß von der Gegenseite immer wieder die gleichen Fehler mit Absicht gemacht werden. Das muß man schon "mutwillig" nennen. Ich muß noch einmal sagen - das alles ist vielleicht eines Stammtisches würdig, nicht aber einer überregionalen mykologischen Gesellschaft, die von - größtenteils - Akademikern geführt wird.
Steinigt mich für meine klaren Worte, aber ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und überlege ernsthaft den Austritt aus der DGfM - weil ich aus den vielen Vorfällen in der Vergangenheit absolut nichts erkennen kann, was eine baldige Besserung in Aussicht stellt.
Liebe Grüße,
Werner
P.S.: Andreas, bitte nimm es mir nicht krumm, wenn ich etwas "radikaler" als Du formuliere. Ich schätze Deinen "Gandhi-Approach" sehr, aber ich habe es manchmal etwas mehr mit "Che Guevara" :-))