A A A A
Autor Thema: 25.5.2010 - München - Vergiftung mit dem Ziegelroten Risspilz  (Gelesen 3464 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Christoph

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1.551
  • Präsident
    • BMG e.V.
Re: 25.5.2010 - München - Vergiftung mit dem Ziegelroten Risspilz
« Antwort #2 am: 17. Oktober 2017, 13:20 »
Hallo zusammen,

ich hole diesen Altfall nochmal hervor:

Zitat
Die Presseinformation erscheint in Bezug auf die Latenzzeit sehr unwahrscheinlich.

Nachdem auch im Raum Nürnberg heuer eine Muscarinvergiftung erst nach mehr als zwei Stunden Latenzzeit einsetzte (siehe http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1597.0.html), möchte ich meine Vermutung, da sei ein Fehler im Bericht, relativieren. Wennd die Pilze längere Zeit im Magen verweilen und kein Muscarin in den Dünndarm gelangt, ist das auch physiologisch nachvollziehbar...

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Christoph

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1.551
  • Präsident
    • BMG e.V.
25.5.2010 - München - Vergiftung mit dem Ziegelroten Risspilz
« Antwort #1 am: 27. Mai 2010, 14:51 »
Fundort der Pilze/Region: D - BY - Oberbayern – Stadtgebiet München
Giftpilz(e): Inocybe erubescens (Ziegelroter Risspilz)
Verwechselt mit: Calocybe gambosa (Maipilz, Georgsritterling)
Einnahme: 24.5.2010 abends
Auftreten der ersten Begleiterscheinungen (Latenzzeit): laut Presse nach ca. 2 Stunden
Erste Begleiterscheinungen (Symptome): Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Schweißausbrüche, Sehstörungen und vermehrter Speichelfluss
Weiterer Symptomverlauf: Besserung der Symptomatik.
Betroffene Personen: Erwachsene (Ehepaar)
Status: außer Lebensgefahr und auf dem Weg der Besserung
Quellen: abendzeitung.de - Giftpilze gegessen: Münchner Ehepaar im Krankenhaus
tz-online.de - Ehepaar vergiftet sich mit selbst gesammelten Pilzen
Bewertung: Die Presseinformation erscheint in Bezug auf die Latenzzeit sehr unwahrscheinlich. Es liegt keine Datenfreigabe der betroffenen Patienten vor, weshalb diese Falschinformation zurzeit nicht ausgebessert werden kann. Plausibel wäre ein Zeitraum im Bereich einer halben Stunde.
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)