Hallo Pilz-Scanner,
habe heute einen Versuch gewagt (siehe Anhang). Dabei sieht man allerdings deutlich, dass das gescannte Bildmaterial nur eine begrenzte Schärfentiefe aufweist - bei einem Gerät, das auf LED-Leuchtmittel basiert, dürfte die Schärfeebene sogar noch kleiner ausfallen. Der Hinweis von Karl auf den Maßstab ist wichtig - habe hierzu einfach ein Lineal auf die Vorlagenscheibe gelegt.
Ansonsten sehe ich bei Karls Lamellenpilz-Doku, dass die Lamellen an der Kontaktfläche umgebogen werden - werden dadurch keine Elemente an den Lamellenschneiden beschädigt? Andererseits bleiben durch das bauchige Format noch andere Stellen an den Schneiden übrig, die nicht gestaucht werden. Einen kleinen Vorteil meine ich auch auszumachen: Dadurch wird deutlich, wie dünn und biegsam die Lamellen sind.
Unterm Strich denke ich, dass sich die Frage Fotografieren vs. Scannen gar nicht stellt. Wer eine Kamera dabei hat, wird höchstwahrscheinlich seine Funde damit dokumentieren. Ansonsten greift er eben als Notlösung zum Scanner. Der Zeitaufwand hält sich bei beiden Methoden in etwa die Waage: Bei der Kamera muss man meist ein Stativ aufbauen, beim Scannen muss man passende Abstandshalter für den Vorlagendeckel positionieren und zum Schluss die Vorlagenscheibe reinigen.
Freut mich übrigens, dass die Scan-Methode hier im Forum diskutiert wird, denn auf die Idee wäre ich nie gekommen.
Gruß, Andreas