Servus beinand,
die umgestürzte Tanne, an der ich auch
Peniophora piceae fand (
siehe hier), bot unter anderem einen resupinaten Feuerschwamm, den ich hier im Bild näher vorstellen möchte:
Phellinus contiguus an Abies alba - Übersichtsaufnahme Zunächst dachte ich an
Phellinus ferruginosus, der selten auch an Nadelholz vorkommt. Aber dafür war das gebildete Polster zu dick und zu regelmäßig. Daheim näher angeschaut, zeigte sich, dass der Fruchtkörper bereits drei Röhrenschichten besitzt, die undeutlich, aber ganz gut erkennbar voneinander abgegrenzt sind, was die erste Idee gleich ausschließt.
Phellinus ferruginosus ist einer der wenigen nur einjährigen Feuerschwämme (i.w.S.).
Phellinus contiguus an Abies albaIm Fruchtkörperrand fanden sich Tramasetae, die für
Ph. ferruginosus zu kurz sind (nur bis ca. 100 µm lang, bei Ph. ferruginosus über 300 µm lang werdend). Dafür sind die Hymenialsetae mit 40-80 x 5-10 µm zu lang für
Ph. ferruginosus. Die makroskopischen Zweifel wurden also erhärtet.
Die Poren waren eckig bis geschlitzt, teils auch labyrinthisch.
Alles spricht für
Phellinus contiguus, der immer wieder mal an Nadelholz, hier besonders an Tanne, gefunden werden kann.
Wie häufig findet ihr diesen Feuerschwamm?
LG
Christoph