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Autor Thema: Illosporiopsis christiansenii - leicht kenntlich und ebenfalls fast unbekannt  (Gelesen 3989 mal)

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Offline Der Juergen

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Hallo Gernot,

vielen Dank für den wertvollen Tip und diese überaus interessante Seite über lichenicole Pilze! Hab ich mir gleich abgespeichert.

Grüßle
Jürgen
« Letzte Änderung: 18. März 2011, 13:05 von Der Juergen »

Offline Gernot

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Servus beinand,

jetzt, wo man I. christiansenii bei gezielter Suche durchaus wieder finden kann, möchte ich auf einen Doppelgänger hinweisen. Besonders bei der Kartierung im Feld, wo man rosa Knubbel auf Flechten schnell mal als Illosporiopsis kartiert, muss man vorsichtig sein. Es gibt nämlich einige Marchandiomyces-Arten, besonders M. corallinus, die ebenfalls auf Flechten wachsen und sehr ähnlich aussehen können. Es handelt sich dabei allerdings um Basidiomyceten bzw. die Sklerotien davon. Wer also ganz sicher gehen möchte beseitigt die Zweifel durch die Mikroskopie, außerdem sind die Marchandiomyces-Arten nie irgendwie pulverig, wie Illosporiopsis im trockenen Zustand.

Hier ein Link zu Marchandiomyces mit tollen Fotos: http://www.lichens.lastdragon.org/lichenicolous/Marchandiomyces_corallinus.html

Schöne Grüße
Gernot

Offline Der Juergen

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Hallo Martin,

ich habe neulich diese Art (in Erics Forum abgebildet) auf einem Eichenästchen entdeckt: mitten im Wald auf dem Boden (älterer Eichen-Hainbuchen-Linden-Bestand) - es war allerdings kurz nach der Schneeschmelze und daher alles sehr feucht.

Grüßle
Juergen

Offline MartinB

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Hallo Christoph,

ich werde jedenfalls versuchen, eine neue Kollektion zu ergattern und, wenigstens für mich, schönere Bilder zu machen.
Das mit der Flußnähe ist vielleicht Zufall, bei mir im Wald habe ich dieses Pilzchen aber noch nicht beobachtet.

Herzlich

Martin

Offline Christoph

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Hallo Martin,

so grauenhaft waren Deine Fotos doch gar nicht. Zudem haben sie völlig genügt, um die rosa Knubbel zu bestimmen.

Das mit der Luftfeuchtigkeit kann ich nicht bestätigen. "Mein" Fundpunkt in Greding ist ein lichter Bestand: Wacholderheide mit solitären, gepflanzten Linden (ein Kalvarienberg) und einzelnen Weiden am Wegrand als Gebüsch. Region: Altmühltal, aber eben oben auf einem kleinen Berg. Also insgesamt eher trocken bis sehr trocken.

LG
Christoph
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(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline MartinB

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Hallo,

ich habe damals den unten zitierten Beitrag in Pilzepilze eingestellt, mit grauenhaften Mikros und Makros. Na, für eine Bestimmung hatte es gereicht...
Ich habe das Pilzchen seitdem immer nur im gleichen Ambiente wiedergefunden: d.h. auf flechtenbewachsenen Zweigen in Ufernähe des Neckars. Vielleicht mögen die eine gewisse Luftfeuchtigkeit?

Herzlich,

Martin

Offline Christoph

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Hallo Günter,

klasse! Ich habe in der Aubinger Lohe geschaut - und heute in Augsburg. Beide Stichproben Fehlanzeige... (was aber nichts heißt).

Octospora affinis kenne ich auch als sehr häufig. Man muss nur das Wirtsmoos auf ansitzenden Ästen erkennen und ein bisserl suchen (mein Eindruck zumindest).

LG
Christoph
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Offline BauerG

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War die letzten Tage im Bayer. Wald: MTB Schöllnach 7245/4/34 neben dem Radweg (ehem. Bahntrasse) von Eging  nach Fürstenstein Nähe Stolzing an mehreren jüngeren Eichen mehrfach I. christiansenii gefunden auf Physica und an den gleichen Bäumen an Orthotrichum affine eine größere Anzahl Octospora affinis.
Beide Pilzchen scheinen nicht selten zu sein. Die O.affinis finde ich sehr häufig wenn das entsprechende Moos wächst, auch in und um München.
Viele Grüße
Günter

Offline Christoph

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Hi Gernot,

gratuliere! Schönes Foto. Ich denke, dass es sich um eine sehr häufige Art handelt, die halt praktisch kaum jemand kannte.?!

LG
Christoph
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Offline Gernot

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Hallo,

ich hab die Art am Sonntag in der Obersteiermark auf einem mit Flechten bewachsenen Baum gefunden. War mein persönlicher Erstfund und ich hab mich sehr darüber gefreut.  :)





Skala = 10 µm


Schöne Grüße
Gernot

Offline BauerG

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Ich weiß den Baum genau, an dem ich die Frk. gefunden hab.
Werde die nächsten Tage nochmal nachschauen, was von den Pilzen noch da ist.
günter

Offline Christoph

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Schöne Aufnahmen! Auf dem Foto durch die Stereolupe erkennt man, dass die Oberfläche aus diesen extrem gewundenen, aufgerollten Hyphenenden besteht, die Du fotografiert hast. Ich frage mich, ob diese Strukturen nicht ebenfalls der Verbeitung dienen könnten... Die normalen , gebogenen Konidiosporen mit dem peitschenartigen Enden wurden in deiner Aufsammlung vermutlich (noch) nicht gebildet.

LG
Christoph
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Offline BauerG

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Jetzt hänge ich noch einige -nicht sehr gute, durchs Mikroskop gemachte- Bilder an.
Die Frk. hab ich durchs 4-fach Objektiv gemacht.
Die Mikros durchs 40- oder 100er (müßt ich nachmessen).

Günter
« Letzte Änderung: 15. März 2010, 21:24 von BauerG »

Offline Christoph

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Hallo Günter,

nichts zu entschuldigen! Danke nochmals für die Daten.  :) Ich hoffe, das animiert andere, auch mal nach dieser Art zu schauen.

LG
Christoph
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Offline BauerG

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Hallo Christoph,
entschuldige meine Schludrigkeit:
MTB 7835/1/1 - an diesen graugrünen Physica-Flechten.
Es war eigentlich eine ganze Menge dieser knallrosaroten Teile vorhanden.

Grüße

Günter