Autor Thema: Kartierung  (Gelesen 1874 mal)

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Offline Peter

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Re: Kartierung
« Antwort #3 am: 2. März 2009, 19:55 »
Hallo Schlesier und Kollegen,

Zur Ergänzung meiner kurzen Ausführungen können auch die Seiten 49-50 der folgenden DGfM-Mitteilungen dienen:

http://www.dgfm-ev.de/fileadmin/dgfm-ev/user/publikationen/dgfm-mitteilungen/DGfM-Mitt_2006_2.pdf

Beste Grüße, Peter
"Seit Millionen Jahren haben unzählige Organismen auf unserer Erde gelernt, im Einklang mit der Natur zu leben. Es gibt nur eine Ausnahme: Der Mensch."

Offline Peter

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Re: Kartierung
« Antwort #2 am: 1. März 2009, 10:44 »
Zitat
Meine Frage: Ist die Online-Kartierung eine quantitative, d. h. ich melde immer möglichst alle Vorkommen dieser Art - dann wäre ein Rückschluß auf die Häufigkeit gegeben, oder eher eine qualitative (diesen Eindruck habe ich), d.h. ich gebe mich mit dem Nachweis und der Meldung in "meinem" Quadranten zufrieden, dann ist aber ein Urteil über Entwicklungen nicht möglich.

Hallo Schlesier,
hallo Zusammen,

aus meiner Sicht ist es eine Frage der persönlichen Prioritätensetzung, was ich in der mir verfügbaren Zeit an Daten in die Kartierungsdatenbank eingebe.
Wie man bei der Auswertung z. B. von Wolfgang D. sehen kann, hängt die Qualität der Statistiken von der Menge der zur Verfügung stehenden Daten ab.
Also: Je mehr, desto besser. Dies darf aber nicht zu Lasten der Qualität- also sichere Bestimmung, gehen.
Wenn ich jetzt von einer begrenzten Zeit ausgehe, die alle Kartierer gemeinsam aufwenden möchten und können, dann ist mir beim derzeitigen Bearbeitungsstand in Bayern die Flächenkartierung mit allen 4 Quadranten je Art (besser natürlich auf 16tel im aktuellen System so wie die Abfragen auf www.pilze-muenchen.de funktionieren) lieber als
ein MTB mit 5000 Datensätzen. Wenn ich Beides haben kann, nehme ich es gern.


Zitat
Zum 3.: wie geht ihr mit den mehrjährigen Fruchtkörpern einiger Porlinge um? Ändert ihr bei der Online-Kartierung dann jeweils das Jahresdatum (von/bis) und wie handhabt ihr z.b. die Hexenbesenkartierung jetzt im Winter. Ist der Pilz noch vital? wie lange existieren die Besen?

Jede neue Begehung bekommt einen neuen Datensatz mit eigenem Datum. Da ich aber mehr versuche in der Fläche zu kartieren, komme ich seltener in die Verlegenheit, die einzelnen Zunderschwamm-Fruchtkörper zu nummerieren und dann Jahr für Jahr die Zuwachsraten und Vorkommen zu kontrollieren. Das wäre was für sehr eng abgegrenzte Untersuchungsräume (Plots) in offiziellen Forschungsprojekten. 

Die Birken-Hexenbesen sind mehrjährig und bleiben m. W. solange vital, wie der Baum lebt. Der Pilz lebt ja vom und im Wirtsgewebe. Die Besen werden von Jahr zu Jahr größer.


Einen schönen Sonntag wünscht der Peter


 

"Seit Millionen Jahren haben unzählige Organismen auf unserer Erde gelernt, im Einklang mit der Natur zu leben. Es gibt nur eine Ausnahme: Der Mensch."

Offline Schlesier

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Kartierung
« Antwort #1 am: 1. März 2009, 10:07 »
Hallo liebe Kartierer!
In einem parallellen thread wurde die Frage nach der Zu- bzw. Abnahme von P. squamosus über die letzten Jahre gestellt und mit dem Querverweis auf die Online-Kartierung teilweise beantwortet.
Meine Frage: Ist die Online-Kartierung eine quantitative, d. h. ich melde immer möglichst alle Vorkommen dieser Art - dann wäre ein Rückschluß auf die Häufigkeit gegeben, oder eher eine qualitative (diesen Eindruck habe ich), d.h. ich gebe mich mit dem Nachweis und der Meldung in "meinem" Quadranten zufrieden, dann ist aber ein Urteil über Entwicklungen nicht möglich.
Zum 3.: wie geht ihr mit den mehrjährigen Fruchtkörpern einiger Porlinge um? Ändert ihr bei der Online-Kartierung dann jeweils das Jahresdatum (von/bis) und wie handhabt ihr z.b. die Hexenbesenkartierung jetzt im Winter. Ist der Pilz noch vital? wie lange existieren die Besen?
Viele Fragen auf einmal. Vielen Dank für Antworten
Schlesier