Autor Thema: Komisches Schwammerl aus Italien  (Gelesen 503 mal)

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Offline Christoph

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Re: Komisches Schwammerl aus Italien
« Antwort #4 am: 3. März 2018, 21:02 »
Servus Hias,

Dennisiomyces kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Wichtig wäre, zu klären, ob die Sporen nun amyloid sind oder nicht. Manchmal hilft es, die Sporen wirklich lange in Melzers zu belassen. Ich hatte mal große Schwierigkeiten bei Xerompyhlina frxinophila die Amyloidie zu erkennen und habe dann erstmal als inamyloid geschlüsselt und kam in den "Urwald". Nach zwei Stunden waren die Sporen dann doch gut erkennbar blau/bläulich.

Die Amyloidie ist ja entscheidend für den Ausschluss vieler Gattungen - ich empfehle dir daher, hier nochmal "tätig" zu werden und die Amyloidie kritisch zu prüfen.

Zu deinen Beschreibungen auf deiner Homepage:

Zitat
Streiflinge Bestimmen ist eine Strafe

Hihi, ja, was aber mehr an der Literatur über Streiflinge als an den Streiflingen selbst liegt. Und an teils mangelnden Typisierungen. Was bitte ist z.B. Amanita vaginata s.str.?
Ich empfehle dir übrigens, da auch die Amyloidie genau zu testen ("K-K-Reaktion") - ich werde da mal einen Thread eröffnen, in dem ich das mal ein bisserl vorstelle und erkläre. In den gängigen Schlüsseln wird das leider kaum berücksichtigt, obwohl man dadurch bei manchen schwierigen Artengrüppchen (wie A. ochraceomaculata vs. A. betulae/A. coryli) ein Trennmerkmal in der Hand hat.

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Gernot

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Re: Komisches Schwammerl aus Italien
« Antwort #3 am: 1. März 2018, 21:03 »
Servus, Hias,

lustig, an Dennisiomyces lanzonii hab ich auch spontan gedacht, noch bevor ich den Kommentar auf deiner Website sah. Die Beschreibung dieses "Exoten" im Ludwig hat sich bei mir irgendwie eingebrannt. Leider hab ich aber die Originalliteratur nicht (der sollte man vielleicht nachgehen), deshalb kenne ich eben nur Ludwigs Darstellung. Lamellenfarbe und Amyloidität könnten natürlich schon variabel sein…

Schöne Grüße
Gernot

PS: Etwas off topic aber bei deiner Anmerkung bei Pilz Nr. 4 ("Streiflinge Bestimmen ist eine Strafe") musste ich schmunzeln – du hast jedenfalls nicht unrecht. ;D

Offline Beorn

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Re: Komisches Schwammerl aus Italien
« Antwort #2 am: 1. März 2018, 20:11 »
Hallo, Matthias!

Könnte man da eine Baeospora draus machen? Vielleicht auch eine eher subtropische Art, die in Europa noch nicht so arg bekannt ist? Ich muss allerdings zugeben, daß das mehr so eine geratene Idee ist, weil gefunden aus der Gattung hab ich bisher nur Mäuseschwänzchen, und die noch nie unters Mikro gepackt.


LG, Pablo.

Offline Hias

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Komisches Schwammerl aus Italien
« Antwort #1 am: 1. März 2018, 17:44 »
Servus zusammen,

sagt mir doch bitte mal, was das hier für ein Schwammerl ist:



Gefunden haben wir das Teil im vergangenen Oktober in der Toskana auf einem Ästchenfragment (wohl Eiche).
Hier ein Link zur Doku mit allen Infos dazu.

Ich steh auf dem Schlauch und weiß nicht mal die Gattung. Das ist die Strafe, wenn man solche einzelnen UMOs mit nach Hause schleppt.

Grüße
Hias