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Januarexkursion des VfP München in die Amperauen bei Dachau

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Rudi:
Liebe Rosi, Christoph und co,

Der Kerl hat mich Ende Dezember auch genervt, nach drei Tagen hatte ich erst eine Idee, aber erst am 9.Januar war ich mir mit der Auster sicher...

LG Rudi

Christoph:
Servus Rosi...


--- Zitat von: Marie am  9. Februar 2018, 11:59 ---aber Euer Verdacht das es sich um eine Hohenbuehelia handeln könnte, erstaunte mich schon. Ich füge mal ein Standortbild bei
--- Ende Zitat ---

Hihi, das kann ich erklären, denke ich. Je mehr man an / über Pilze lernt, desto mehr wächst die Erkenntnis, dass man in Sachen Pilzbestimmung sehr fehlerlastig ist. Schaut man Pilze oberflächlich an (ich nehme mal ein Extrembeispiel), dann ist jeder Rotfuß, jede Ziegenlippe eine "Marone" wie auch echte Maronenröhrlinge (erlebt man bei manchen Anfängern).
Dann kommt die Phase, in der man meint, diverse Arten makroskopisch erkennen zu können. Wenn man dann aber nachmikroskopiert, erkennt man, wie oft man danebengreift. Im Endstadium heißt es dann oft nur noch "ohne Mikroskop sage ich gar nichts". Irgendwie zähle ich mich auch dazu.

Zudem neige ich ja durchaus dazu, zu spalten *ähem*. Oder anders gesagt: ich habe gelernt, auch auf kryptische Details zu achten. Je genauer man hinsieht, umso mehr Unterschiede erkennt man zwischen Kollektionen, was dann dazu führen kann, eher auszuspalten, denn die Kleinigkeiten fallen einem auf. Oder man beobachtet, dass es alle Übergänge in den Details gibt (ich will also denen, die gerne zusammenlegen, nicht unterstellen, nicht hinzusehen).

Was mich angeht, hat mich die Huthautstruktur deines Seitlings gestört. So habe ich das noch nicht gesehen gehabt (Detail...). Die Lamellenfarbe mit dem Grauton kenne ich hingegen von Austernseitlingen - nicht aber den Wechsel von hell zu grau. Ein zweiter ungewöhnlicher Punkt, der allein aber keine Zweifel ausgelöst hätte.

Dann die ungewöhnliche Wuchsform... Mich hat aber die Huthaut wirklich gewundert. Also hegt man Zweifel, ob es wirklich ein Pleurotus ist. Zumal ein Blick ins Mikroskop reichen würde... Dann überlegt man, welche Gattungen überhaupt noch in Frage kämen. Und so kamen wir auf Hohenbuehelia als mögliche Alternative.

Ich denke, bei Hias lief es ähnlich ab - er hatte auch Zweifel an der Artbestimmung und damit sogar an der Gattung. Das Mikroskop sagte dann doch: Pleurotus! Ist es aber wirklich Pleurotus ostreatus s.str.? Möglich, aber... (wenn er da auch typisch wächst, ist es sogar sehr wahrscheinlich)... aber darf der so eine Huthaut haben?

Das macht die Pilze ja so spannend. Es gibt keine einfachen Arten.

Liebe Grüße,
Christoph

Marie:
Hallo Hias,

Vielen Dank für's Bestimmen meines Seitlings, aber Euer Verdacht das es sich um eine Hohenbuehelia handeln könnte, erstaunte mich schon. Ich füge mal ein Standortbild bei

Liebe Grüße,
Rosi

Hias:
Servus zusammen,

weitere Impressionen zur Wanderung sind jetzt auf unserer Vereins-Website online. Enthalten ist unter anderem die Neubeschreibung von Flammulina chaotispora Hias.

Bei der Artenliste sind Galerina similis Kühner und Psathyrella cf. tephrophylla (Romagn.) M. M. Moser ex Bon zu ergänzen.

Der Bericht zur Sturmwanderung am Schillersberger Weiher wurde um ein paar schöne Fotos von Claudia Maerker ergänzt. Sie zeigen u.a. den Juchtenellerling am Standort und die größte Bratensulz der Welt.

Beste Grüße
Hias

Christoph:
Servus Schorsch,

danke dir, schon eingebaut (die Daedaleopsis aber auf Artebene, kennst mich ja...)  ;)

Liebe Grüße,
Christoph

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