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Schlüssel der Gattung Hydnum in Europa

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Christoph:

--- Zitat von: Gernot am 11. Januar 2018, 22:35 ---Übrigens hab ich jetzt zwei Aufsammlungen von H. umbilicatum (vermutlich) an Irmgard Greilhuber zum Sequenzieren geschickt. Bin schon gespannt, was dabei herauskommt!
--- Ende Zitat ---

Servus Gernot,

da bin ich auch sehr gespannt. Und egal ob wirklich als H. umbilicatum s.str. bestätigt wird oder die Sequenz das, was Olariaga et al. (2012) als H. aff. ellipsosporum bezeichnen, ist - beide Ergebnisse wären sehr interessant.

Danke für den Sporenvergleich! Es ist fast unglaublich, dass solche großen Unterschiede so lange unbemerkt blieben.

Liebe Grüße,
Christoph

Gernot:
Servus,

nun hab ich doch noch die Mikrofotos von meiner als H. umbilicatum bestimmten und unten gezeigten Kollektion gefunden. Hier daher ein paar ältere Sporenfotos (bis auf H. umbilicatum alle aus dem Tintling) im gleichen Maßstab, damit man die Sporen direkt vergleichen kann:

Hydnum repandum:


Hydnum rufescens s. l.:


Hydnum umbilicatum:


Hydnum ellipsosporum:



Übrigens hab ich jetzt zwei Aufsammlungen von H. umbilicatum (vermutlich) an Irmgard Greilhuber zum Sequenzieren geschickt. Bin schon gespannt, was dabei herauskommt!

Schöne Grüße
Gernot

Hias:
Servus zusammen,

ich weiß gar nicht, woran es liegt, dass ich die Gattungen Cantharellus und Hydnum aus mykologischer Sicht bislang völlig ignoriert habe  :-X Eure beiden Schlüssel werden hoffentlich Ansporn sein, nächstes Jahr mal ein paar Semmelstoppelpilze einzusacken und mich nicht nur darüber zu ärgern, dass nichts andres wächst ;D

Beste Grüße
Hias

Christoph:
Servus Gernot,

super, danke (da hätte ich auch selbst draufkommen können)  ::)


--- Zitat ---Die Fundorte der beiden Sequenzen von H. umbilicatum sind in Table 1 in Grebenc et al. (2009) angeführt – beide stammen von Material aus den USA.
--- Ende Zitat ---

Oh, das hatte ich überlesen. danke, dann ist klarer, warum Olariago et al. Hydnum umbilicatum nicht ausgeschlüsselt haben.

"Unsere" Schlüssel ähneln sich in der Tat - vermutlich, weil wir beide auf dem von Olariago et al. aufgebaut haben. Du hast die fm. depauperatum klarer geschlüsselt (auch mit der Erwähnung der anderen Sporenform), dafür habe ich hinten etwas anders geschlüsselt und gewichtet. Du warst nur ein paar Jahre schneller...  ;)

Ich hatte die freie Zeit genutzt, meine Literatur zu sortieren und hatte gerade Hydnum zusammengefasst und nochmal nachgelesen - so kam mir die Idee. Den Tintlingsartikel hatte ich gar nicht auf dem Schirm - sorry. Jetzt schon.  ;)

Liebe Grüße,
Christoph

P.S.: deine "H. umbilicatum" über GBOL sequenzieren zu lassen, würde sich sehr lohnen. Das ist der große Vorteil, wenn schon vorgearbeitet wurde.

Was halt noch fehtl ist ein Neotypus von Hydnum rufescens, damit man mal die restlichen Clades anpacken kann.   8)

Gernot:
Servus, Christoph,

meinen Artikel kannst du hier anschauen/herunterladen.


--- Zitat ---Olariaga et al. (2012) haben das in ihren Schlüssel eingebaut:
--- Ende Zitat ---

Ah, ja, danke!


--- Zitat ---Seltsam ist aber, dass Olariago et al (2012) zwei Sequenzen von Hydnum umbilicatum verwenden (AJ534972 und AJ534973), die beide von Grebenc et al. (2009) in der Genebank hinterlegt wurden. Leider sind die Fundorte dort nicht hinterlegt. Jedenfalls unterscheiden sich diese Sequenzen bene von dem, was Olariago et al. (2012) als H. aff. ellipsosporum bezeichnen. Im Schlüssel von Olariago et al. (2012) taucht dann aber H. umbilicatum nicht mehr auf.
--- Ende Zitat ---

Die Fundorte der beiden Sequenzen von H. umbilicatum sind in Table 1 in Grebenc et al. (2009) angeführt – beide stammen von Material aus den USA.

Ich werde meine als H. umbilicatum bestimmten Belege einmal ausgraben und schauen, ob ich sie im Rahmen des ABOL-Projektes genetisch untersuchen lassen kann.

Schöne Grüße
Gernot

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