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Autor Thema: Ramaria cf flavoides  (Gelesen 79 mal)

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Offline Beorn

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #3 am: 10. Dezember 2017, 21:11 »
Hallo, Christoph!

Rhizomorphen hatte ich ja leider keine. Darum konnte ich nur den Filz an der Stielbasis untersuchen, ohne gelifizierte Hyphen zu finden. Was jetzt nicht heißen muss, daß zB in den Rhizomorphen keine da gewesen wären. Das ist also ein Unsicherheitsfaktor in der Untersuchung.

Ansonsten - was ich oben nicht geschrieben hatte - keine Auffälligkeiten: Verfärbung mit KOH fehlt, keine Verfärbung im Schnitt / Verletzung, Geruch & Geschmack unauffällig.

Danke schon mal für deinen beitrag und die Nachricht an Josef Christan!


LG; Pablo.

Offline Christoph

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Re: Ramaria cf flavoides
« Antwort #2 am: 10. Dezember 2017, 20:17 »
Servus Pablo,

ich habe Josef schon angeschrieben, aber er war (oder ist noch?) im Urlaub. Er wird sich sicher noch melden. Wenn die Hyphen an der Strunkbasis bzw. die Rhizomorphen (ich schaue lieber die an, das finde ich klarer) nicht gelifiziert sind, dann wäre Ramaria flavoides auszuschließen. Aber ich lasse lieber Josef was dazu sagen...

Liebe Grüße,
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Beorn

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Ramaria cf flavoides
« Antwort #1 am: 6. Dezember 2017, 20:09 »
Hallo in die Runde!

Ich probiers jetzt mal direkt hier mit dem Pilz, weil zumindest ein guter Ramaria - Kenner wird ja voraussichtlich einen Blich drauf werfen.

Gefunden habe ich den Pilz nicht selbst, sonst gäb's auch Standortbilder, sondern den brachte ein Pilzvereinskollege Ende Oktober zum Fachtreffen mit. Darum auch noch schwieriger zu beurteilen, insbesondere, wenn man in der Gattung wie ich kaum Kenntnisse und Erfahrung hat. Jedenfalls war mir irgendwie nicht so nach "Bestimmung" per Bildvergleich in Pilze der Schweiz, ein Versuch nach Christan - Monografie war's mir schon wert.

Mikros sind vom Frischmaterial, Farben vom mitgebrachten Fruchtkörper passen so halbwegs, frisch waren sie eigentlich noch etwas zitronengelber, auf den Bildern kommen die ockerlicher rüber, als es tatsächlich der Fall war.

Fundort war im südöstlichen Pfälzer Wald, wobei ich die genaue Stelle nicht kenne, aber jedenfalls charakterisiert durch Laubwald (vorwiegend Rotbuche) auf tendenziell eher saurem Boden, aber unweit des Wegrandes konnte auch ein künstlicher Kalkeinfluss nicht ausgeschlossen werden

Beim Schlüsseln kam ich so etwas schwankend bei Ramaria flavoides raus. Allerdings mit gewisser Unsicherheit, vor allem was Farbspiele betrifft und weil ich doch keine wirklich gelifizierten Hyphen fand. Käme diese Bestimmungsidee hin oder ist das total abwegig?
Ein Beleg ist getrocknet, falls es was Ausgefallenes wäre und nachgeprüft werden müsste.


LG, Pablo.