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Autor Thema: Sowerbyella imperialis bei der BMG-Tagung  (Gelesen 266 mal)

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Offline Peter P.

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Fortsetzung Schlauchpilze
« Antwort #3 am: 22. Oktober 2017, 03:28 »
Rudi fand im Steinbruch bei Abensberg eine stattliche Erdzunge, die als Geoglossum umbratile bestimmt wurde. Die Art und auch andere Erdzungen scheinen ein gutes Jahr zu haben, kürzlich hatten wir G. umbratile bei Coburg und 2x in Südthüringen. Erdzungen lassen sich nur mikroskopisch absichern, ebenso die Öhrlinge, wobei das Eselsohr als Ausnahme in seiner Optimalentwicklung auch makroskopisch anzusprechen ist. 4 Arten von Otidea waren mir in Zeitlarn bewußt, mit Otidea tuomikoskii hat Rudi eine wahrscheinlich für BY neue Art bestimmt. Zu den Öhrlingen gibt es aktuellere Literatur:
I. Olariaga, N. Van Vooren , M. Carbone , K. Hansen (2015): A monograph of Otidea (Pyronemataceae, Pezizomycetes). Persoonia 35: 166 – 229.
Herzliche Grüße
Peter P.

Edit: Habe gerade eine Angabe entdeckt, daß Ot. tuomikoskii als cf. schon von Bernd Fellmann in BY gefunden wurde.
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2017, 03:44 von Peter P. »
Freiheit ist, das sagen zu dürfen, was andere nicht hören wollen.
Anonymus

Offline Peter P.

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Re: Sowerbyella imperialis bei der BMG-Tagung
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2017, 00:37 »
Hallo in die Runde,
die schöne Art sah ich auch zum ersten Mal, scheint schon etwas Rares zu sein.
Schlauchpilze fristen in der Regel bei solchen Veranstaltungen meist ein Schattendasein, obwohl schon vor dem Eingang zum Tagungslokal an abgefallenen Blättern von Buchs und Kirschlorbeer einiges zu entdecken war (z. B. an Buchsblättern Pseudonectria buxi/ rousseliana), auf den Tischen der Ausstellung und bei den zahlreichen Exkursionen war allerhand zu finden, so auch Arnium arizonense mit der "Punkfrisur" auf Schafdung und das winzige 16sporige Coprotus sexdecimsporus.
Die gezeigten Pilze sind nicht alle während der Tagung abgelichtet.
An der Stelle nochmal Dank an Helmut und seine Truppe für die schönen Tage.
Grüße Peter P.

Edit:
Cryptodiscus rhopaloides an Berberis- Ast
Trichopezizella barbata an Lonicera- Ast
Acrospermum compressum an Urtica
Hysterium pulicare auf Betula- und Quercus- Rinde
Octospora affinis am Moos Orthotrichum affine

Auf Buchs- Blättern gab's noch Microthyrium macrosporum und auf Kirschlorbeer Trochila laurocerasi.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 02:06 von Peter P. »
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Anonymus

Offline Helmut

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Sowerbyella imperialis bei der BMG-Tagung
« Antwort #1 am: 20. Oktober 2017, 23:42 »
Servus Asco-Freunde,

eines der Highlights, die am ersten Tag der Exkursionen gefunden wurden, war ein leuchtend gelber Becherling mit Stiel aus einem moosigen Kalk-Fichtenwald: Sowerbyella imperialis. Gefunden von mehreren Teilnehmern, bestimmt von Rudi M. und Peter P.

Gruß Helmut