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Autor Thema: Septemberpilze  (Gelesen 1605 mal)

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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #16 am: 19. September 2017, 07:17 »
Ner gut, dass Claus wenigstens richtig geguckt hat ;D

Also, wer hat den schon mal in Bayern gesehen?

LG Rudi
Bald gibts noch mehr vom WE...
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Offline Peter P.

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Re: Septemberpilze
« Antwort #15 am: 18. September 2017, 23:27 »
Hallo Rudi,
die suchen wir auch schon geraume Zeit, die "Normalart" haben wir hier ja öfter gefunden. Die größeren Sporen sind wahrscheinlich von 2-sporigen Basidien, kommt öfter vor. Nachgewiesen ist die Art bestimmt schon einige Mal, eben nur noch nicht eingetragen, obwohl in SH und NRW ja trotzdem je ein Fund ausgewiesen ist, hast'e nicht richtig geguckt.
Grüße Peter.
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Anonymus

Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #14 am: 18. September 2017, 22:01 »
An unserem Vereinswochenende im Spessart hat unser Claus winzige rote Saftlinge entdeckt.
Ich wusste nur, ich hatte die noch nicht gesehen. Die erste Verdachtsdiagnose rhodophylla hat sich mit der Literatur wegen den glatten, glänzenden Hüten gleich erledigt. Christoph Wamser und ich haben dann beim Blättern in Boertmann und Candusso glutinipes var. rubra entdeckt. Das scheint ganz gut zu passen. Zwei Probleme hab ich noch: Die Sporen sind zwar meist um 7-8, messen aber gelegentlich bis 10, auch mal bis 12.
Hut und Stiel sind aber schön schleimig.
Das zweite Problem: in pilze-deutschland bisher nicht nachgewiesen...

LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #13 am: 14. September 2017, 08:32 »
Servus Peter,

Gute Augen hast du!
Heute morgen bin ich endlich gut getrocknet und kann wieder etwas klarer sehen.
Mit Hilfe des scharfen Glases bin ich dir gefolgt und bei miniata angekommen. Danke!
Die sonstigen Schwammerl, ja, da muss mal halt bei Sturm und Wolkenbruch raus und nach dem rechten schauen ;D 

LG Rudi
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Offline Peter P.

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Re: Septemberpilze
« Antwort #12 am: 13. September 2017, 23:34 »
Hallo Rudi,
woher du nur die Zeit nimmst, 'mal hier und da die tollsten Arten zu finden !
An Saftlingen haben wir hier ja auch Einiges zu bieten, im Moment sieht es da aber eher recht mau aus wie generell bei den "Wiesenpilzen".
Deinen Hygrocybe coccineocrenata halte ich aber eher für einen Vertreter aus der Ecke calciphila/ miniata. Die Lamellen müßten klar herablaufend und auch der Hut deutlicher (grob- und dunkel) schuppig sein.
Bei unserer Tour im BayW. vor Kurzem hatten wir auch nur Hygrocybe conica und intermedia gefunden.
LG Peter.
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Anonymus

Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #11 am: 13. September 2017, 22:34 »
Hier noch ein paar mehr oder weniger bunte Schätzchen von heute

In der Rhön sollte heute laut Wetterbericht etwas Wind wehen, uns empfing ein Sturm, der den Regen pausenlos in Mund, Nacken, Taschen, Socken und sogar in die Bergstiefel trieb. Natürlich blieb die Kamera auch nicht trocken. Aber schön wars, das Pilzwetter!

LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #10 am: 11. September 2017, 18:56 »
Hier kommen erstmal vier Bilder von roten Schwammerln, die an die Pfifferlingssaftlinge erinnern, aber wegen der weissen Filzhaare auf rotem Grund mich etwas irritieren.
Danach noch ein ordentlicher Pfiffer.
Außerdem gäbs noch ein paar Entolömchen, aber will die überhaupt jemand sehen?

LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #9 am: 11. September 2017, 18:51 »
So, ich bin wieder anständig rückständig in Unterfranken, genauer auf der Blödwiese.

Schnell mal ein paar saftige Grüsse!

Rudi
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Offline Christoph

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Re: Septemberpilze
« Antwort #8 am: 8. September 2017, 01:14 »
Servus Gernot,

Irmgard möchte/wird unsere Funde sequenzieren. Die Sache ist nämlich gar nicht so einfach - es gibt nach Marzipan riechende Kollektionen auch aus Norwegen. Die Frage ist, ob auch Sarcodon fennicus frisch nach Marzipan riecht oder nicht.  Also gibt es entweder zwei Sarcodon-Arten, die nach Marzipan riechen und eine ist mediterran, die andere boreal verbreitet. Oder aber es ist eine Art, die vom Mittelmeer bis zum Nordkap vorkommt und der echte Sarcodon fennicus riecht anders.
Von allen bekannten Arten aus dieser Gruppe (grünes Steilfleisch, keine Schnallen) gibt es bereits Sequenzen - dank der Neubeschreibung. Das sollte sich also klären lassen  :)
Ich bin sicher, Irmgard würde deinen Fund gernbe mitsequenzieren. Dann haben wir schon drei Kollektionen aus den Alpen.

Liebe Grüße,
Christoph
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Offline Gernot

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Re: Septemberpilze
« Antwort #7 am: 7. September 2017, 13:36 »
Grüße in die Runde,

das mit Sarcodon amygdaliolens ist ein spannender Hinweis – wir fanden nämlich Mitte August bei der steirisch-kärntnerischen Pilzexkursion auch einen grünfüßigen Sarcodon, der einen auffälligen Marzipan-Duft verströmte. Ob das wirklich dieselbe Art ist wie der aus dem mediterranen Raum beschriebene S. amygdaliolens, bleibt natürlich dahingestellt… Ich denke, da würde sich eine genetische Untersuchung lohnen. Habt ihr für euer kärntnerisches Material bereits in diese Richtung überlegt? Ich stelle unsere Aufsammlung (Raum Obdach) natürlich auch gerne zur Verfügung.

Schöne Grüße
Gernot

Offline Christoph

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Re: Septemberpilze
« Antwort #6 am: 6. September 2017, 23:50 »
Dachte ich mir... das Hahntennjoch ist toll - ich bin da früher gern zum botanisieren gefahren.

Ich habe gefragt, da wir in Kärnten vermutlich Sarcodon amygdaliolens gefunden haben, der auch in die Gruppe gehört. Zudem kenne ich Sarcodon glaucopus so gut wie glatt, während deiner deutliche, flache Schuppen zeigt, was mich dann mehr an Sarcodon scabrosus erinnert.
Sarcodon glaucopus riecht m.E. nach Maggi, während S. amgydaliolens erst nach Marzipan, dann nach Sellerie und erst sehr spät nach Maggi riecht.
Sarcodon fennicus steht auch noch nah. Und den Gallenstacheling (S. scabrosus) habe ich lange nicht mehr in der Hand gehabt - da habe ich nicht uf den Geruch geachtet. Da deiner nicht nach Marzipan roch, ist es zumindest nicht S. amygdaliolens. So würde ich auf die Galle tippen. Ist aber schwierig nur nach Bild.

Liebe Grüße,
Christoph
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #5 am: 6. September 2017, 23:32 »
Hallo Christoph,

ja, wir waren bei den südlichen Nachbarn- Hahntennjoch und Pitztal und a bisserl bei Garmisch
Gerochen hat der Grünfüssler nach Schmalzler, nein nach Gras und ganz schwach nach Jod (hab grad mal an einem gerochen) vielleicht ists ja ein ganz anderer?
Hab alles bisher nur makroskopisch bestimmt...

LG Rudi
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #4 am: 6. September 2017, 23:23 »
Und jetzt kommt noch ein Teil vom Rest

Viel Spaß
Rudi
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Offline Christoph

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Re: Septemberpilze
« Antwort #3 am: 6. September 2017, 23:21 »
Servus Rudi,

Superfunde! Da warst du aber sehr weit südlich?!

Der Sarcodon glaucopus: nach was hat denn der gerochen?

LG
Christoph
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Offline Rudi

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Re: Septemberpilze
« Antwort #2 am: 6. September 2017, 23:17 »
dann Stacheliges
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