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Autor Thema: vergammelte Pilze als verweste Pilze benennen  (Gelesen 101 mal)

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Offline Christoph

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Re: vergammelte Pilze als verweste Pilze benennen
« Antwort #2 am: 13. Juli 2017, 14:02 »
Servus Schorsch,

Verwesung ist sicherlich ein passender Ausdruck. Ich frage die "Zielgruppe" ganz gerne, wie sie reagieren würde, wenn sie solche Ware in einem Supermarkt sehen würden. Würden sie das kaufen oder sich beim Leiter beschweren? (Eher letzteres) - warum in drei Teufels Namen soll man sowas dann freiwillig essen?

 ;)

LG
Christoph
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)

Offline Schorsch

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vergammelte Pilze als verweste Pilze benennen
« Antwort #1 am: 12. Juli 2017, 13:38 »
Liebe Pilzberater,
immer wieder wird von erfahrenen Pilzberatern beklagt, dass Ratsuchende mit Tüten von vergammelten Pilzen kommen mit der Frage nach Essbarkeit. Wenn man dann sagt: „Ja irgendwann waren sie essbar, aber jetzt sind sie vergammelt und verfault. Die gehören zurück in den Wald oder die Biotonne“, mangelt es oft an Einsicht und die Leute wollen die Pilze doch verspeisen. So schlimm sei es ja gar nicht. Die Worte des Pilzberaters waren wohl nicht eindrücklich genug. Ich schlage deshalb vor es mit einem anderen Ausdruck zu versuchen. Statt die Pilze als „verfault“ „verwest“ zu benennen. Das kommt erst mal der Tatsache näher, dass Pilze dem Tierreich näher stehen als den Pflanzen. Außerdem erzeugt „Verwesung“ viel mehr Abscheu und geht darum auf der emotionalen Ebene tiefer als „Verfaulung“. Und die Entscheidung der Menschen ist überwiegend emotional und erst sekundär rational wie wir aus der Psychologie wissen. Also beteiligt Euch doch an diesem psychologischen Experiment und teilt Eure Erfahrungen mit.
LG Schorsch

Gfrei di, dass regnt, wei wenns di net gfreist, regnts aa. (nach Karl Valentin)