Autor Thema: Verdacht auf Lindtneria  (Gelesen 2451 mal)

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Offline Frank D.

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Re: Verdacht auf Lindtneria
« Antwort #5 am: 4. Mai 2015, 19:55 »
Hallo Christian,

in der Gattung Lindtneria gibt es auch eine Art ohne Schnallen. alle anderen haben Schnallen, wenn auch nicht an allen Septen.

Beste Grüße
Frank

Offline Älbler

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Re: Verdacht auf Lindtneria
« Antwort #4 am: 4. Mai 2015, 17:20 »
Hallo Frank,

vielen Dank fürs Draufschauen! Sind die Schnallenverhältnisse bei der Art auch so variabel? Ich konnte keine eindeutigen Schnallen entdecken.

Viele Grüße
Christian

Offline Frank D.

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Re: Verdacht auf Lindtneria
« Antwort #3 am: 2. Mai 2015, 19:26 »
Hallo Christian,

dein Verdacht scheint richtig. Es wird wohl Lindtneria leucobryophila sein, die häufigste Art dieser Gattung.
Annarosa Bernicchia führt in Fungi Europaei 12 noch Lindtneria panphylensis mit unregelmäßigerer Orrnamentierung der Sporen, aber meiner Erfahrung nach überlappen diese Merkmale in fast jedem Fund.

Beste Grüße
Frank

Offline Älbler

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Re: Verdacht auf Lindtneria
« Antwort #2 am: 28. April 2015, 18:10 »
Hallo zusammen,

damit ich nicht wieder irrtümlich einer Tomentellopis aufsitze, habe ich nochmal nachgearbeitet und kann nun zusätzliche Fotos und Informationen anbieten. Auf den Fotos sieht man jetzt Basidiolen und Sporen in Baumwollblau (1-3), eine Basidiole bei 1000x hergezoomt (4) und Hyphen mit in Baumwollblau angefärbten Inhalten (5).

Die Basidiolen enthalten blaue Bläschen und die Zellwand ist ebenfalls dunkelblau. Die Sporen sind ellipsoid, dickwandig, mit dreieckigen Stacheln, die ca. 0,5 my hoch sind. Sie haben außerdem einen auffallenden Apikulus. Die Sporenmaße sind wie folgt [95% • 20 • SAP • v • H2O(nat) ] = (5,8)5,9-7,1-8,3(8,4) x 3,9-4,4-4,9 µm, Q = 1,4-1,6-1,9, Vm = 72 µm³.

Vielleicht bringt das etwas Licht ins Dunkel.

Beste Grüße
Christian

Offline Älbler

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Verdacht auf Lindtneria
« Antwort #1 am: 27. April 2015, 21:14 »
Hallo Rindenpilzfreunde,

ich glaube ich habe eine Lindtneria gefunden!
Form und Ornamentation der Sporen, fehlende Schnallen, sowie die Beschaffenheit des Basidikarps sprechen dafür. Nur der Nachweis der Cyanophilie möchte nicht so richtig klappen.

Fundort war auf der Unterseite eines feucht liegenden Lindenastes in einem westexponierten, wärmebegünstigten Waldmeister-Buchenwald auf Kalk.

Die Fotos zeigen das Basidiokarp (1), Sporen mit Basidie in Baumwollblau 1000x (2), einzelne Basidie in Baumwollblau bei 1000x eingezoomt (3) und das Hyphensystem in Baumwollblau 1000x (4).

Könnte die Gattungsdiagnose hinkommen?

Beste Grüße
Christian