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Autor Thema: Achtung! Bitte zu beachten!  (Gelesen 7244 mal)

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Offline Mani

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Re: Achtung! Bitte zu beachten!
« Antwort #3 am: 31. Januar 2011, 14:19 »
Nahe dran und etwa so abgelaufen
Auf der Pilzkontrollstelle in Chur kam, ich glaube es war 2009, ein Kunde mit einem Korb voll herrlicher Pilze. Das gab zwar Arbeit, doch die Freude über diesen Pilzesegen war gross.
Ein Pilz nach dem anderen – so geht das – und es lohnte sich. Was ist denn das für ein Geselle mit graulich-olivem Hut, weissen Lamellen und schöner weisser Manschette? Die Stielbasis war abgeschnitten. Die Kontrolle förderte schliesslich mehrere Grüne Knollenlätter-Pilze zu Tage. Nichtsdestotrotz war bei diesem Kunden viel Überzeugungskraft der Kontrolleurin erforderlich, dass diese Pilze eben wirklich hochgiftig und auszuscheiden sind. Der Finder gab sich nach längerem Hinundher doch noch überzeugt.
Nun nach dieser Konrolle  wurde der Gast abermals grübelnd nachdenklich.  :-[  Einerseits gab es eine gesetzliche Mengenbegrenzung und anderseits stand draussen im Kofferraum seines Autos ein weiterer Korb voller Pilzfrüchte. Die Kontrolleurin durfte sich dann auch mit diesen Pilzen befassen – und was kam da erneut zum Vorschein was? Es war tatsächlich noch ein solch lieber Freund.
Wie letztlich der Abschied aus der Kontrollstation erfolgte, entgeht meinen Kenntnissen.                                           Ich denke, Kunde und Sachverständige waren dankbar, dass alles gut und ohne Komplikationen abgelaufen ist. Die Knollenpilze selbst gelangten als Beleg dieser aufregenden Geschichte noch an unseren wöchentlichen Bestimmungsabend im Vereinslokal.  Ja – so was geht schon etwas unter die Haut!
Grüsse    Mani
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Mani

  • Beiträge: 97
  • Freude am Pilzen!
Re: Achtung! Bitte zu beachten!
« Antwort #2 am: 30. Januar 2011, 18:38 »
Hallo mitenand
Eine Meldung auf Christophs Anliegen. Es geht hier um eine Kurzgeschichte, welche eine Situation schildert, die einem einstigen amtlichen Pilzkontrolleur, heute einem älteren Semester, tatsächlich passiert ist.
Er fragte sich einmal, ob Faltentintlinge gute Speisepilze sein könnten und bereitete sich ein Menü zu, das er nachträglich als sehr fein und gut gelungen beurteilt hatte. Alles war bestens und OK.
Zwei Tage später erhielt er abends überraschenden Besuch eines Kollegen, und sie tranken auf das flotte Wiedersehn ein Gläschen vorzüglichen Williams.
Nachdem der Besuch sich verabschiedet hatte, empfand er zunehmend unerklärliches Unwohlsein  :o mit Folgen, die ich mir persönlich leider nicht eingeprägt hatte. Es war ihm wirklich nicht gut gegangen und darum erinnerte er sich an die normalerweise vorzügliche Naturheilung eines UNDERBERGS  :)  .            Also holla! In  guter Hoffnung kippte er noch einen dazu.
Sein Zustand verbesserte sich offenbar erst nach einer bösen Freinacht.
Kurz und bündig: Die Faltentintlinge sind essbar - doch das Verbot, zusätzliche alkoholische Getränke zu geniessen, gilt über mehrere Tage!!
Salutti zämma      Mani
 
« Letzte Änderung: 30. Januar 2011, 19:14 von Mani »
Salutti und macht´s gut    Mani Walter

Offline Christoph

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Achtung! Bitte zu beachten!
« Antwort #1 am: 26. Mai 2010, 13:29 »
Liebe Pilzfreunde,


das Unterforum „Pilzvergiftungen“ dient dem Sammeln und dem gebündelten Bereitstellen von Informationen zu Pilzvergiftungen. Wir werden sicherlich nicht alle auftretenden Vergiftungen und deren Verläufe hier dokumentieren können. Je mehr Pilzfreunde sich aber bei dem Informationssammeln beteiligen, umso umfassender wird die Datenbasis werden.

Wir bitten daher allgemein um Mitarbeit:
Wer in den Medien einen Beitrag über einen Vergiftungsfall mit Pilzen findet oder wer in seinem Umfeld – z.B. als Pilzsachverständiger oder auch vom Hörensagen – eine Pilzvergiftung erlebt, kann darüber hier im Board einen Beitrag nach dem u.a. Muster verfassen:

Fundort der Pilze/Region: Landeskürzel - Kürzel des Bundeslandes - Regierungsbezirk - Stadt...
Giftpilz(e): Pilzart(en), die die Vergiftung verursacht hat.
Verwechselt mit: Pilzart, die vermeintlich gesammelt wurde.
Auftreten der ersten Begleiterscheinungen (Latenzzeit): z.B. 1 h nach der Mahlzeit
Erste Begleiterscheinungen (Symptome): z.B. Übelkeit, Erbrechen, Koliken
Weiterer Symptomverlauf: z.B. nach einer vorrübergehenden Besserung Funktionsstörung der Leber
Betroffene Personen: Anzahl, Geschlecht, Säuglinge/Kleinkinder/Kinder/Jugendliche/Erwachsene/Greise - aus Datenschutzgründen keine genauen Altersangaben, Namen oder Adressen!
Status: z.B. "außer Lebensgefahr" oder "Tod durch Leberversagen"
Quellen: z.B. Medien, die über die Pilzvergiftung berichtet hatten oder anonyme Angabe wie „direktes Gespräch mit zuständigem Pilzsachverständigen“.
Bewertung: Hier kann man subjektive Beurteilungen abgeben - z.B. bei Pressemeldungen, was nicht plausibel ist; oder Symptome, die vielleicht nicht auf die Pilze zurückzuführen sind, sondern zufällig sein könnten etc.
 
Die BMG arbeitet bei diesem Projekt eng mit der Toxikologischen Abteilung des Klinikums Rechts der Isar München zusammen. Wir werden hier veröffentlichte Informationen mit dem Giftnotruf wenn möglich abgleichen, damit die Datenbasis auch bei zunächst schwacher Quellenlage nutzbar ist. Hierfür wird die Toxikologische Abteilung des Klinikums Rechts der Isar - wenn möglich - mit den betroffenen Patienten Rücksprache halten und erst nach deren Einwilligung Daten hier ergänzen, korrigieren oder veröffentlichen.

Wir bitten um Verständnis, dass Beiträge in diesem Board von den Administratoren manuell freigeschaltet werden müssen, bevor sie öffentlich einsehbar sind. Dies dient unter anderem dazu, ungewollten Datenschutzverstößen vorzugreifen. Bereits eine Ortsangabe ohne Namensnennung kann Persönlichkeitsrechte verletzen. Bei sehr kleinen Ortschaften ließe sich möglicherweise auf die Person rückschließen, um die es sich handelt.

Wir bitten ferner, dieses Board nicht für Diskussionen über Speisewerte oder Gefährlichkeit von vermeintlichen bzw. realen Giftpilzen zu nutzen. Rückfragen zu konkreten Inhalten der beschriebenen Vergiftung sind aber selbstverständlich möglich.

Indirekte Speisewertangaben wie z.B. „neben Pilz x wurde auch Pilz y verzehrt, der aber offensichtlich nicht zur Symptomatik beitrug“ dürfen nicht als Freigabe des Pilzes y als Speisepilz von Seiten der BMG oder des Autors der Meldung verstanden werden. Eine Giftigkeit kann dennoch vorliegen. Manche Personen vertragen Karbolegerlinge, die meisten reagieren aber mit einer Vergiftung auf diesen ohnehin aufgrund seiner Inhaltsstoffe ungesunden Pilz.

Wir hoffen einerseits, dass möglichst wenige Vergiftungen auftreten, versuchen aber andererseits, hier möglichst viele Fälle zu schildern.

Wer dieses Board abonniert, wird – wie auch bei allen anderen Boards – per E-mail über alle neu eröffneten Themen informiert.

Für die Unterstützung bedanken wir uns bereits im Voraus!

Liebe Grüße
Christoph
 
« Letzte Änderung: 27. Mai 2010, 14:59 von Christoph »
Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
(Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)