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Autor Thema: Mikroskopbeleuchtung zum Dritten  (Gelesen 3209 mal)

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Offline hans

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Re: Mikroskopbeleuchtung zum Dritten
« Antwort #2 am: 16. März 2013, 11:07 »
Habe inzwischen die Anordnung noch ein wenig modifiziert. Der Leuchtkopf ist nun auf einem Stück Magnetstreifen befestigt und sitzt auf einem dünnen Eisenblech (siehe Foto). Statt eines Magnetstreifens kann man auch einen dünnen Magneten ("Notizzettel-Magnat) hernehmen. Jetzt kann man den Leuchtkopf gut zentrieren, ohne dass er sich während des Mikroskopierens verschieben kann.

Möge das Licht mit euch sein, Hans

Offline hans

  • Beiträge: 257
Mikroskopbeleuchtung zum Dritten
« Antwort #1 am: 15. Februar 2013, 10:38 »
Liebe Leut,
für wenig Geld gibt es immer wieder preisgünstige, ältere Mikroskope, deren Beleuchtung aber häufig zu wünschen übrig lässt. Das gilt besonders für die Modelle, die noch mit einem Spiegel und einer externen Lichtquelle arbeiten.
Für die Pilzler, die mit Lötkolben umgehen können und auch sonst heimwerken, gibt es für solche Fälle eine preisgünstige Alternative mit Hilfe handelsüblicher LED-Lampen für den Freizeitbedarf. Es handelt sich um Stirnlampen, die mit einem Hochleistungs-LED ausgestattet sind. Ein Watt Leistung genügt vollauf. Solche Lampen gibt es z.B. bei Ebay für um die 10 Euro. Was brauchen wir noch? Einen Drehwiderstand (Potentiometer) mit 470 Ohm (0,5 Watt, lineare Charakteristik), den wir in ein kleines Gehäuse einbauen. Eine Plastikschachtel o. ä. tuts auch. Und wenn dann noch ein übriggebliebenes 5-Volt-Netzteil recycled werden kann und ein paar Drähte bzw. Litzen und ein alter Radioknopf in irgendeiner Kiste schlummern, haben wir alles beisammen.
Falls erforderlich wird zunächst der Batteriedeckel der Lampe von Befestigungsvorrichtungen befreit (Clip, Ösen usw.) und dann auf eine kleine, eigenschwere Platte aus Metall oder Plastik geklebt. Nun ein Loch in das Batteriegehäuse (nicht Batteriedeckel!) bohren, eine (feine) doppeladrige Litze durchführen und an die Batteriekontakte löten. Das andere Ende der Litze gemäß angefügtem Verdrahtungsplan mit Potentiometer bzw. Netzgerät verlöten (3 x 1,5 Volt Batterien gehen natürlich auch). Dabei Polarität beachten!
Wie das Ganze dann aussehen kann, ist im angefügten Foto zu sehen. Es ist ein uraltes Zeiss-Mikroskop mit Phasenkontrasteinrichtung. Unter dem Kondensor sieht man den Leuchtkörper, der - weil frei verschiebbar - leicht zentriert werden kann. Man könnte auch eine mit dem Mikroskopfuß fest verbundene Halterung bauen, nur dann muss man sich etwas einfallen lassen, um die Lampe (in Grenzen) in alle Richtungen bewegen zu können.

Gebt den Bastlern eine Chance, Hans